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Der zweyte versuch wurde am 24. Februar mit einem ähnlichen nohr gemacht,dessen Länge lö Zoll 3 Linien, und dessen grofser Durchmesser im Mittel 7 zoll3 Linien beträgt. Die mittlere Dicke des vollen Randes war Q Linien. . Bey diesemversuche wurden die beyden Anstofsscheiben, welche auf einer eisernen platte lagen,an' jeder Seite mit einer Kette umschlungen, die man an das Traggerüst befestigte.Diese Kette war jedoch nicht so fest anzuziehen, dafs nicht eine stärkere Spannungzu wünschen übrig blieb, um den versuch selbst mit der construction der Brückenanaloger zu machen. Da aber das gegossene Eisen von einer unmerklichen Elastici-tät ist, so ist es erklärbar, warum im Moment des erfolgten Bruches ein Aufsteigender beyden Rohrenden nicht bemerkt wurde. Diese atis gutem Gufseisen, wovon derCubik-schuh 520 pfund wog, bestehende nöhre brach bey einer Beschwerung von354* Zentner; der Bruch verursachte einen dumpfen Knall. Sie wog, nach Abzugder zwey Anstofsscheiben, 172 Pfund und enthielt ohne diese 0,541 Cubik - Schuh.Auch mit gut geschmiedetem Stabeisen, wovon der Cubik-schuh 335 Pfund wog,wurde ein versuch gemacht: der sechs schuh lange, siebenzehn Linien dicke undfünf Zoll hohe Stab fing mit einer Last von 130 Centnern an, sich zu biegen; beyder Beschwerung von 153 Centnern betrug die Biegung bereits drey Zoll; bey170 Ceetnern erhielt er einen kleinen Brach. Jetzt bog sich derselbe mit noch grö-fserer Belastung so weit herunter, dafs seine beyden Enden von dem Unterlager ab-sprangen. Daraus , dafs sich dieser fünf zoll hohe Stab mit der geringen Belastung,von 130 Centnern bereits bog , geht hervor, dafs man sich des geschmiedeten Ei-sens , zu den grofsen BÖgen der Brücken, nicht mit vortheil bedienen darf folglichauch nicht der geschmiedeten platten.
Es sollte nun noch mit einem aus Gufseisen bestehenden Cylinder, dessenLänge der Länge des grofsen Versuchrohrs, und dessen kubischer Inhalt dem ebendieses Rohrs gleich wäre, angestellt werden; aber dieser stab war, als er ankam,zu grofs , und konnte daher nicht zum Versuch dienen, um mit dem der nöhrenverglichen zu werden.
Ich will hier mm auch einige von Andern gemachte Versuche anführen,l) Der Ingenieur Aubry in seinen Memoires sur differentes questions de la Sciencedes constructions publiques etc. führt an, dafs eine 10' lange 1" im Quadrat starke36 pfund schwere geschmiedete Stange sich unter ihrer eigenen Last 4 Linien bog;8 Linien mit 36 Pfund, und 18"' mit 144 pfund Beschwerung. 2) Eine gleich langeund gleich oberhalb so breite Stange bog sich unter 18 Pfund Belastung, 6 zoll.3) Eine doppelt so lange und eben so starke Stange als die erste, bog sich bereitsunter ihrer eigenen Last 6 zoll. Schon diese versuche beweisen die geringe Trag-kraft des geschmiedeten Eisens, wenn es in Stangen angebracht wird. 4 ) Der Schiffs-baudirektor Quantin zu Stettin hat über das zerreifsen des geschmiedeten Eisens in-teressante versuche angestellt. Eine 18 rheinländische zoll lange und 6 Linien im