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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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Quadrat starke Stange zerrifs durch eine Kraft von 211Ö0 Pfund; eine andere gleichlange und gleich starke durch 175ÖO Pfund. Diese über die absolute Festigkeit desgeschmiedeten Eisens angestellten versuche zeigen uns: dafs diejenige Festigkeit,womit das Eisen dem zerreifsen widersteht, gar nicht mit der relativen, womit dasEisen einer drückenden Last widersteht, verglichen werden könne, und dafs derje-nige, welcher aus dieser relativen Festigkeit des geschmiedeten Eisens auf die Tragkraftderer aus Eisen gegossenen Rohren scliliefsen, und hiernach eine Berechnung anstel-len wollte, sehr unrichtige Begriffe haben müsse. Man kann ja auch schon defswe-gen diese relative Festigkeit des geschmiedeten Eisens der relativen Festigkeit desGufseisens nicht gleich achten oder nur vergleichen ; weil jenes aus Fasern , diesesaber aus Kornern zusammengesetzt ist, daher eher als jenes bricht, und nicht so-biegsam ist.

§. 183. Indem die von mir über den Widerstand der eisernen Rohren angestelltenVersuche beweisen, dafs sie einer grofsen rast widerstehen , so will ich jetzt die stärke derzwey in Fig. t. bis 12. rab. 12Ö. dargestellten Brücken betrachten. Soll eine über solcheBogenbrücke gehende Last dieselbe brechen, so wird dies , nach meiner Erfahrung, als-dann erfolgen, wenn dieselbe in der Nähe des siebenten Theils der in 8 gleicheTheile abgetheilten Bogenlänge sich befindet. Die nähere Bestimmung dieses schwäch-sten Theiles hängt von der Anordnung der Tragpunkte oder Tragstützen ab , weilallemal der Bruch in der Nähe eines Tragpunktes erfolgen mufs. Die Beobachtungenbey einigen hölzernen Bogenbrücken haben nämlich bewiesen, dafs, wenn man denBogen in acht gleiche Theile tlieilt, die Curven in der Nähe des siebenten Theils(dem Widerlager zu) von grofsen Lasten zum stärksten gedrückt werden , oder dieseQurven hier sich etwas biegen , wenn eben diese Lasten auf den übrigen Theil desBogens auch nicht die geringte Eindrückung ausgeübt haben.

Soll der Bogen aber so lange belastet werden, bis er ganz bricht, so wird sichderselbe zuerst im beschwerten punkte abwärts drücken und auf der andern Seite auf-steigen. Um die Gröfse der Last, welche einen so deformirten Bogen zum Brechenbringen kann , für die Brücken Fig. 1. u. 12. Tab. 126.auszumitteln , mag man sich folgen-der Methode bedienen. Gesetzt, die Last habe das linkseilige Widerlager verlassen,und sey bis oberhalb n Fig. 12., als dem schwächsten Punkt des Bogens vorgerückt;so stelle man sich den Bogen von dem verlassenen Widerlager an bis zum höchstenSteigungspunkt, welcher beinahe in die Mitte des Bogens von n bis zu seinem Endeam reehtseitigen Widerlager fällt, als einen gradlinigen Hebel vor, dessen Stützpunktedas verlassene Widerlager und der angegebene höchste steigungspunkt sind. Die LastTa. , welche in n , den sechsten Theil des Bogens 4 ), hierbeinahe 20 Fufs in horizontaler

*) Weil im sechsten Theil ein Tragjmnht liegt, so nraTste auf diesen heycter Berechnung Rnclisichtgenommen werden , und e» Lonnle nicht der siebente Theil gewählt weiden.

irr. Band. 58