Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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folglich wird die eine Seite dieser Hinge an das Widerlager des Bogens fester angedrückt,und die entgegengesetzte Seite Q 2 drückt gegen die Spannringe i. Ferner geht derDruck eines Spannringes k in seiner untern Hälfte , folglich auch auf seine zwey klei-nern Ringe und auf zwey Tunkte des Bogens, die von diesen zwey kleinern Ringenund dem grofsen Spannringe selbst berührt werden, über. Wird endlich ein Spann-ring i. bey dem Punkte, worin er von dem Spannringe k berührt wird, gedrückt,so geht der obere Theil desselben gegen die Curvenlage und den kleinern Ring auf-wärts ; der untere Theil aber auf den untern kleinern Ring und auf den Bogen selbstabwärts. Auf diese Weise vertheilt sich der Druck einer das Widerlager verlassendenLast nicht nur allein auf das Widerlager, sondern auch auf vier punkte der mittlernKippe und der zwey Seitenrippen. Diese vertheilung der Last wirkt aber noch wei-ter auf die Spannringe l. bi. und auf die zwey darunter liegenden kleinern Hinge,folglich noch auf vier andere Punkte. Man sieht daher die Wichtigkeit dieser Spann-ringe , indem der oben aufgestellte Satz, dafs man die Tragpunkte so viel möglichvermehren müsse , erfüllt ist. Die Last wird auf jeder Seitenrippe und der Mittlern-Eippe auf die unterhalb den untern neun Ringen liegenden Punkten , und auf dreyPunkte des Widerlagers, folglich auf drey und dreyfsig punkte vertheilt. Je kürzerdaher die Brücke bey der nämlichen Anzahl der Tragpunkte, je länger das Rührwerkist, und jemehr die Last dem Mittel des Bogens sich nähert, auf desto mehr Trag-punkte wird demnach eben diese rast vertheilt. Sind die Vorder- und Hinterräder des Last-wagens gleich weit von der Mitte entfernt, so wird der Druck von dieser Last auf182 Punkte der zwey Seitenrippen , der Mittlernrippe und der zwey Diagonalrippensich ausdehnen, weil in denjenigen Feldern, die von stützschrauben gebildet sind,auch durch die Diagonalrippen bis zu den hölzernen Curven , solche Stiitzschraubengehen. Dafs die Last, womit man die Brücke beschwert, auf diese verschiedenenFunkte vertheilt wird, geht auch schon daraus hervor: weil dieselbe entweder über dasFahrbett hin in Bewegung ist , oder darauf ruht, und dieses Fahrbett auf diestrafsenträger Fig. 4 liegt , welche auf Tragschwellen ruhen, die zunächst von denSpannringen, den stützschrauben und endlich von den nippen des Bogens selbst ge-tragen werden. Es ist daher unmöglich, dafs eine die Brücke passirende Last blofsauf einen Schnitt der verschiedenen Rippen eines Bogens drücke , sondern ihr Druckmufs sich auf mehrere Tragpunkte des Bogens vertheilen. Nach welcher Progressiondiese Vertheilung aber, je nach der Entfernung der Last, abnimmt, läfst sich durchRechnung nicht bestimmen , insbesondere, weil dabey die Spannung des Bogens , dieBewegung der Last, die Fibration , die Steifigkeit und Tragkraft der einzelnen Theileder Brücke, und der Druck gegen die Widerlager einwirkt.

Die gröfste Last, welche die Brücke Fig. i. Tab. 126 . auszuhalten hat, ist,wenn auf ihrer einen Hälfte zwey zwölfspännige Frachtw'ägen, deren jeder (die Be-spannung mit eingeschlossen) 330 Zentner schwer, und 80 schuh lang angenommen