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wird, hintereinander auf zwey andern in Bewegung seycnden irachtwägen , sich be-gegnen ; ihre sämmtliche schwere beträgt also 3 320 Zentner, Abstrahirt man von derVertheilung des Druckes auf die Widerlager, mittelst der hölzernen Curven und Spann-ringe , von dem Tragvermögen der hölzernen Curven zu 30 Zentner im schwächstenpunkte, so wie von dem widerstand des Fahrbettes gegen das zerstörende Aufsteigen desBogens, und setzt man, dafs diese Last von 1320 Zentner nur auf 21 Tragpunbte sichvertheilt, so trift von der ganzen Belastung auf einen dieser Tragpunkte nur Ö3 Zent-ner, da doch der schwächste rankt (nach der Berechnuug) einer Last von 178 Zentnerzu widerstehen vermag.
185. Was nun das Tragvermögen der bey München vorgeschlagenen eiser-nen Krücke s. Tab. 133. ($■ 178.) anbetrift, so ist dasselbe weit gröfser, als dasjenige dieserzwey Brücken , weil ich dabey fünf nippen angenommen habe, und jeder ihrer Bö-gen nur Q6 Schuh weit ist.,
§. 186. Der aufmerksame Leser wird ohne Zweifel bemerken, dafs ich beyder obigen über das Tragvermögen solcher Brücken angesteilten Berechnung weder aufdie Mitwirkung des dabey angebrachten hölzeren Bogens (der Curvenlage), die sehrbedeutend ist, noch auf den Widerstand der Windruthen und strafsenträger, Rücksicht ge-nommen habe , mithin diese Brücken weit mehr leisten müssen, als ich gefunden habe.Dies beweifst auch die Tragkraft eines Modells , welches ich, auf meine Kosten, vondem geschickten Gufsmeister in Augsburg , n. Reiser r habe machen lassen, und dasich noeh besitze. Dessen Bogenweite , zwischen den Endepunkten des Bogens, beträgtIS' Q", und die Bogenhöhe 13 Zoll. Es besteht aus drey Röhrenrippen und 15 Ver-bindungsröhren. Der erstem ihr Durchmesser ist l6 , der letztere 12 Linien. DieRanddicke von jener beträgt zwey Linien, von diesen if Linien. Dieses Modell ist3' 0" 8"' breit. Oberhalb den aus eisernen Rohren zusammengesetzten drey nippenliegen drey hölzerne aus zwey Curven bestehende flache Bogen (über jeder Röhrenrippeeiner) von drey zoll stärke. Zwischen den zwey Curven ist (über jedes Verbindungs-robr) eine Tragsehwelle eingelassen , und auf diesen schwellen liegen die sechs Stra-fsenträger. In den vier ersten Feldern der drey Röhrenrippen sind Spannringe von 6bis 7"' Dicke und 3'" Starke eingespannt ; die vertikalstützen sind 4 ä 8 Linien;die Kreutzstreben 2| a 4 Linien stark*). Es verhält sich also dieses Modell (demLängenmaafs nach) zu einer wirklichen Brücke beyläufig wie 1 zu 9 , die Rohren sindjedoch etwas gröfser gegossen worden. Da ihr Durchmesser 16'" und ihre Randdicke2"' beträgt, so ist der Querschnitt 0,0042 Quadratschuh ; und da die Bogenrippenäus 9" dicken Rohren, deren nanddicke 18"'beträgt, bey der Ausführung bestehensollen: so verhält sich der Querschnitt der Röhrenrippe des Modells zu dem einer Brücke wiel zu 57; und in so fern das Modell | der wahren Länge hat, so verhält sich dessen tragendeEisenmasse zur Eisenmasse einer Brücke wie l : 57 . 9 = 1 zu 513. Die drey Bo-
EViese Streben sind in Fig. 2- und 12. Tab. 126. angegeben.