Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
Seite
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«Sann Sie erste steinscIticMe zu legen. Hat man ääbey das Gemäuer tief ins Wasserzu versenken, so kamt man sich des schwimmenden Kastens bedienen, und dessenaus eichenen flanken zu bildenden Boden, zum Rost bestimmen.

Die Gründung auf einen, eine ungleiche Oberfläche bildenden, tief liegenden Fel-sen kann aber auch ohne den schwimmenden Kasten auf folgende weise gemacht wer-den : l) Nachdem die Tiefen genau gemessen und nach einem grofsen Maafsstabe dieBeschaffenheit des Felsens aufgetragen , oder besser medellirt ist, wird von einemGerüste herab eine hölzerne Rohre in das Wasser gesenkt und durch diese werden Flie-se! und Cementmörtel in die tiefen stellen eingeschüttet, 2) Dann versenke man grö-fsere steine und aus frischgelöschtem Kalk gemachten Mörtel *). 3 ) Auf diese weise

Wird dei' lose steinbau fortgesetzt und immer gröfsere Steine gebraucht. Ist derselbe6 bis 8 Schub unter der Oberfläche des Wassers dergestalt emporgestiegen, dafs auf jedenSchuh Höhe drey Schuh Bofchung kommen, so wird die Tiefe abermals auf fünf schuh Abstand gemessen , um die Lage der steine genau zu erfahren. Wenn einige Theileder Oberfläche dieser Gründung über der Horizontalfläche emporstehen , so bediene mansich einer Rammmaschine mit einem Läufer und lasse den Rammklotz durch eine hin-abgelassene Röhre gehen, bezeichne an dem Läufer , wie weit die hervorstehendenTheile abwärts und seitwärts getrieben werden müssen. 4 ) Ist dann der Grund desPfeilers bis zur Horizontalfläche vier bis fünf Schuh unter dem wasser wagerecht ge-ebnet, dann wird, wenn dieser Gründungskörper vollkommen erhärtet ist, ein Schwell-rost, vermittelst unter dem Gerüste gesetzter Schraubgeschirre, oder an seinen Endenund unter Gerüsten angebrachten Hebel, heruntergedrückt. 5) Nach Ausfüllung sei-ner Felder mit Cementmörtel und Kiesel werden die Rostplanken nach der im 11 . BandeS. 635. darauf beschriebenen Methode darauf genagelt. 6) Jetzt legt man auf diesenHöst grofse Werkstücke und nimmt dann die schraubgeschirre-oder Hebel wieder weg.

*) Rey alle» solchen Steinschiittungen tnufs stets die Regel befolgt werden, dafs man zwischen deneingeworfenen Steinen .wieder Kiesel oder Ziegelbrochen-Gement, oder Betonmörtel und frisch-gelöschten Kalk einscliüttet, die ganze Masse aber einige Jahre ruhen , also sich zusammendrük-ken und verhärten läfst, bevor darauf ein Schwellrost versenkt wird, und dafs man dieselbe mitgrofsen vom Strom nicht bewegbaren Steinblöcken umgehe. Sie können auch aus Ziegelbroqkenund Cementmörtel bewerkstelligt werden, seihst über einen weichen Boden bey grofser Tiefe undkleinen Brückenbögen sind dieselben anwendbar , wenn man sie nur einige Jahre ruhen läfst.So hat man z. B. zu Marsal in 'Lothringen die Zfegelbrocken über einen weichen Boden geschüt-tet und darauf Brücken und andere Gebäude .gegründet. Auch die Gründung der Brücke vonMoulins verdient hier berücksichtigt zu werden. Nach der Erfahrung sollte aber eine,solcheSteinschüttung wenigstens acht Fufs dick und bereits erhärtet seyn, ehe man den Rost-darauflegt und den Pfeiler aufführt.

Man kann endlich auch ein Gemengsel von kleinen und-grofsen Steinen, so wie von Ce-mentmürtel, in einen Kasten werfen, und diesen vermittelst Maschinen auf den Grund hinab-lassen. II. Band S. 115. Bey der grüfsten Brücke in Europa , ich meine die von St. - Esprit überdie Rhone , sind die Pfeiler auf einen Steinwurf erbaut, man hat aber leider über die dabey an-gewendete Methode und über den Rost selbst keine Nachrichten.