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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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nicht wählen, und in unsertn Klima, die stirabögen stets aus festen werhstüekenbestehen lassen. Leider bekümmern sich aber wenige Staatsverwaltungen unsererZeit, um die ziegeleyen und täglich sehen wir Ziegel, die aus dem Ofen genommen,schon zu Brocken und Staub zerfallen j selbst zu ihren Gebäuden verwenden sie, wäh-rend man die gröfsten vor sechshundert Jahren aus den befsten Ziegeln aufgeführtenWerke vor sich hat, die elendesten Ziegel, und eine Bauverordnung, worin die Güteder künstlichen Steine, so wie die zeit und Behandlung ihres Brennens vorgeschrie-ben seyn sollte, ist in den meisten Landern eine unbekannte Sache 1 Spricht undschreibt der Ingenieur davon, so predigt er tauben Ohren. Ja, die Gleichgültigkeit,womit manche Regierung solche wichtige Gegenstände behandelt, ist unerklärbar I

§. 584. Wenn nun gleich für langsam fliefsende Gewässer sich vorzüglichkleine sögen (unter vierzig Fufs Oeffnung) schicken, so sollte man sie doch nichtwählen, sobald mehr als ein Bogen nothwendig ist i denn mehrere pfeiler verursachengröfser© Ausgaben, als weitere sögen; sie geben der srücke ein kleinliches Ansehenund dienen der Regierung zum Vorwurf, wie denn dieser Fall bey der vor Kurzembey st. Gallen in der Schweiz erbauten Brücke eingetreten ist, wo man statt des ho-hen kostbaren Pfeilers und der zwey nur siebenzig schuh weiten Bogen, einen gro-fsen Bogen hätte wählen mögen, zumal da ich dies der Regierung zu st. Gallen vorge-schlagen hatte, ohne die Kosten zu vermehren. In so fern also grofse steinerneBrücken wahre National - Monumente sind: so wähle man ohne Noth niemals kleinenoch mittlere Bögen.

Auch zwey Bogen sollten nicht angelegt werden, weil a ) der pfeiler in derStromrinne, die sich bey regulairen Flufsbezirken in der Mitte der Bahn befindet,zu stehen kömmt, welcher alsdann den Abflufs des Wassers stört, den Stofs dergröfsten Eisschollen und des Treibholzes empfängt und b) eine aus zwey Bogen be-stehende Briieke niemal so schön als ein Bogen oder drey ßögen aussieht. Also nurda wo drey Bogen zu klein und einer, der Auffahrten wegen, zu hoch also auch zugrofs wird, wie bey der Brücke von Freysingen (Tab. lOff) und der Brücke vonRosoi (Tab. 124.) der Fall war, entschliefse man sich zu zwey Bogen. Es hat dem-nach die Lage der Ufer einen wesentlichen Einflufs auf die anzunehmende Anzahl derBrückenbögen! So ist wahrscheinlich die Rücksicht, dafs bey der Brücke Fabriciuszu Rom (Tab. 12 5.) ein Bogen dem Erbauer zu grofs und drey zu klein geschienen,und dafs ein Bogen für die Lage des ufers zu hoch hätte werden müssen, die Ver-anlassung zur Wahl zweyer Bögen gewesen. Dies einzige Beyspiel aus dem Alter-thume wird ohne Zweifel für die, die blindlings alles loben, was die Römer hau-ten, hinreichend seyn, um die Wahl zweyer ßögen gerechtfertigt zu finden, wennauch das Local nicht dazu nöthigt. Werden indessen die in diesem werke geliefer-ten Zeichnungen der Brücken mit einander verglichen, so wird man gestehn müssen,dafs eine Brücke von 3 sögen schöner, als eine aus 5 Bögen bestehende, ist, weil

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