Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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ihrer Bogen bedeutend untereinander an Gröfse abweichen, ästhetisch schön seyn. In-dessen gewinnt man bey den zwey letzten Fällen einen Abhang für den Briickenwegund derselbe ist für das Zugvieh noch bequem, wenn er sich zur Länge wie l : Ö9verhält, so dafs 14,4 Linien Fall auf die Klafter kommen, zwey zoll Fall auf dieKlafter, wie bey der Regensburger - Brücke, ist, während des Glatteises, für das zug-, vieh, schon unbequem, und man kann auf 3ÖG Schuh langen Brücken den Brückenwegnicht mehr von einem Ende zum andern übersehen.. Da aber viele Briiekengewölbevon dem Regen* und Schneewasser gelitten haben, wo dasselbe keinen Abfall vonder Fahrstrafse hat, so ist es, bey niedrigen Ufern nothwendig, die Hohe der ver-schiedenen Bögen» gegen die Mitte zu, um 6 bis 18 zoll zu vermehren, wie ich(des tocals wegen) bey den grofsen Briieken von nosenheim (Tab. 122.), Mühldorf (Tab, 124.) und Bogenhausen gethan habe, wodurch die Ansicht nichts verloren hat,weil die Höhe des mittlern Bogens die der seitenbogen nur 18 zoll übertriffit. Mufsaber dem Brückenwege, um des Abfalls vom Wassers willen, eine Neigung gegebenwerden, so lege man dennoch die Trottoirs horizontal und bringe bey ihrem AuftrittStuften an, wie ich bey der Brücke von München gethan habe, welches dem obemTbeil der Brücke ein schönes Ansehen giebt, horizontal stehende Geländer und Be-kränzungen der Seilen, zuiäfst welches zur Verschönerung der Seitenansicht wesent-lich bey trägt.

$. 38Ö. In hydrometrischer Hinsicht werde die weite sämmtUcher Bogen ei-ner Brücke, nach den in einer solchen geradelinigten und parallelufrigten Bahn,worin der Strom, ohne Nachtheil für die Schifffahrt, fliefst, und wo die Ufer vonden Hochgewässern nicht überstiegen werden, gemessenen Stronxsectionen bestimmt.Die mittlere Breite solcher stromsection finde nämlieh zwischen den zwey Widerlagernund dem Fnfs der Umgebungen der Pfeiler, statt, weil diese immer noch, in ihrerNähe, einen Aufstau oder eine Retardation des Stromes, selbst bey weiten kögen,hervorbringen» Diese Weite werde gewählt: wenn das Flufsbett aus Material besteht,welches bey einer in der regulären Flufsbahn statt findenden Geschwindigkeit derge-stalt fortgeschwemmt werden kann, dafs die mittlere Tiefe des Stromprofils, vorder Brücke, der mittlern Tiefe in dem regulären Flufsbezirk, ziemlich gleich sey;oder wenn in der vor der Brücke gemachten stromsection, bereits eine gleich odernoch besser eine gröfsere mittlere Tiefe, als in der obern regulären Flufsbahn, sichvorfindet. Tritt keiner von diesen Fällen ein, so mache man die gesammten Brü-ckenbögen weiter und zwar nach dem Verhältnifs , in welches die mittleren Tiefenund Geschwindigkeiten bey den Stromsectionen stehen. Ich verweise deswegen aufdasjenige, was hierüber im iten Bande Seite 31 und 214 bis 21Ö vorgetragen ist.Dabey macht indessen der besondere Lokalfall eine Ausnahme: wenn die Brückezum Durchlässen derjenigen Hochgewässer, welche über die oberhalb der Brückeliegenden wehre stürzen, dienen soll. Alsdann mufs man auf den stand dieser