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drey Fufs zu geben angerathen. Aber die Erfahrung spricht für seine Vergrofsenmgund man sollte, im Fall die Bögen nicht hoch genug gestellt werden können lieberdie rfeiler höher machen, und flache Kreisbögen, deren Hohe f bis f- der Oeffnungbeträgt, als Korbbögen oder Halbkreise wählen. Meine oben gegebene »egel wirdaber alle Eisstopfungen und Zulegung der Bögen mit Bäumen verhindern, wenn dieuögen eine hinreichende Weite haben* Bey schilfbahren Flüssen hat auch die Artder im Gebrauche seyenden Schiffe, einen Einflufs auf die Hohe der Brückenbögen.Man mufs die Flüsse unter der Brücke bey demjenigen Wasserstande, bey welchendie Schifffahrt, der Ziehwege wegen, noch statt finden kann, stets befahren könnenund nie sollte eine Brücke der Schifffahrt ein Hindernifs seyn. Gleichwohl legen sel-ten Regierungen hierauf einen Werth; die Städte, Gemeinden und selbst die Baumei-ster des Gouvernements, bauen Brücken, ohne diesen wichtigen Umstand zu berück-sichtigen, und was die wasserbauwissenschaftlichen Beamte darüber einberichten,macht bey einer kenntnifslosen Obern - Behörde keinen Eindruck ! Dieser für dieSchiff - und Flofsfahrt wichtige Gegenstand gehört auch zur Flufsbau - Polizey, worinich ihn Seite 215 mit aufgenommen habe; die aber selten berücksichtigt wird. DieKritiker sollten daher Fon allen Localumständen unterrichtet seyn, bevor sie ein Ur-theil über die bestehenden werke der Art aussprechen.
$. 388. Bey dem Entwurf der steinernen Brücken ist nun die Bestimmungder nicke oder Breite der rfeiler äufserst wichtig. Macht man dieselben zu grofs, soverengen sie das Flufsbett, bieten den Eismassen , dem Strome so wie dem Treib-holze, grofse Angriffsflächen dar und stören den freyen Abflufs der Hochgewässer, bewir-ken daher dessen Aufstauung, Eisdämme und für die uferlande verderbliche Ueber-schwemmungen; endlich erfordern dicke pfeiler eine kostbare Gründung und im Gan-zen viel gröfsere Unkosten, als dünne pfeiler, wenn gleich diese aus lauter Werkstückenund jene nur in der Umfassung davon aufgeführt werden , im Innern aber aus Bruch-stein - oder Ziegelgemäuer bestehen können*). Werden die Brückenpfeiler aber zudünn gemacht, so können sie die darauf ruhende Last nicht tragen! Ehemals be-trachtete man sie stets als Widerlager der Gewölbbögen, und machte sie nicht blefsdeswegen so ungeheuer dick , sondern auch weil man keine Kenntnisse von demDruck der Gewölbe auf ihre Stützpunkte und von dem Tragvermögen der Steinehatte; dessen ungeachtet senkten sich oder stürzten sehr starke pfeiler einiger Brückenein, als z. B. von den Brücken von saumur, Blois, Orle'ans, Moulins , westminster undTours, weil ihre Fundamente nicht gut gemacht waren. Man kann jedoch die Brü-
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*) Wenn man nicht auf die Regelmäfsigkeit and das Aesthetische einer Brücke *u sehn hätte, so■würde man die Brückenpfeiler gegen den Strom dick, und flüfsabwärts wenigstens um ein Sechs*theil schmäler machen, um dem Strom den geringsten Widerstand mit dem Pfeiler entgegenzu-setzen.
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