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abgeben müssen , wenn ein öder mehrere Bögen (im Kriege) gesprengt Wörden könnten;Erhält z. B. eine solche Brücke zwey Bogen , so gebe man dem Pfeiler ein viertelder Bogenweite zur Dicke. Bey drey Bogen werden, der Symmetrie wegen, beydCnPfeilern diese Dicke gegeben. Bey vier Bogen gebe man sie nur dem mittlern rfeiler;und bey den andern zwey Pfeilern verhalte sich ihre Dicke zur Weite der sögen, wiedies unten bestimmt werden wird, das ist wie 1 : 12 bis 1:8; will man aber nureinen sogen sprengen lassen , so müssen je zwey Pfeiler ein Viertel der Eogenöffnungdick seyn. Bey fünf, sechs und mehrern BÖgen wird man den zwey Endepfeileriijene gröfsere stärke geben müssen. Bey solchen Brücken , deren sögen nie gesprengtwerden dürfen , ist diese Einrichtung um so verwerflicher, als breite Pfeiler die Auf-stauung des Stromes, folglich dessen Geschwindigkeit, womit er die Fühdation oderdas Grundbett zwischen dem untern Theil der pfeiler angreift, vermehren , und solchedünnere und dickere pfeiler an einer und derselben Brücke, niemals ein schönes Ab-sehen darbieten. Des Stromes Aufstau erzeugt dann eine Anlegung des Treibholzes!So wie djes Eises , d. i. einen Eisdamm vor der Brücke: folglich die Unterwaschungeiider Fundation ; ferner geben dicke pfeiler der Brücke ein plumpes Ansehen, erfor-dern breite Fundationen und Mauern; man roufs sie demnach möglichst zu vermei-den suchen.
Es kömmt also bey der Bestimmung der Dicke von den Brückenpfeilern, hefgleich grofsen Bögen, wenn man den barbarischen und nichts bezweckenden Gebrauch,die Brücken im Kriege zu zerstören, mit berücksichtigt, darauf an, l) dafs der pfei-ler den lothrechten Druck zvveyer Halbbögen *) mit den des darüber stehenden Ge-mäuers, tragen könne, ohne seine steine zu zersprengen, oder seine Theile zusam-menzupressen, welches von ihrer hinreichenden Tragkraft verhindert wird, die manalso, wie ich dies im §. 3Q0. zeigen werde, untersuchen mufs ; Z) dafs dessen Fun-dation die Last trage, ohne tiefer einzusinken; dieses wird von der beschriebenenFundirungsmethode und den Umgebungen der pfeiler bewirkt; 3) darf der pfeilernicht so dünn werden, dafs ihn die auf denselben oder seinen vorköpfen anfallender!fiisschollen theilweise zu zerstören fähig sind. Wir wollen die letzte Bedingung zu-erst erwägen. Nach meiner Erfahrung kann in unsern Flüssen, Wie z. b. bey derDonau und dem mn, in denen die guten Jochbrücken den Eisgängen Widerstehen,die geringste Dicke der Pfeiler, wenn mit der gröfsten Sicherheit verfahren werdensoll , sechs Schuh betragen. Diese Dicke habe ich den Pfeilern der Brücke von Mühl-dorf gegeben (xab. 125.) und zwey Eisgänge vermochten nicht einen Stein daran zubeschädigen. In Flüssen, wie die Isar , welche nicht einen so heftigen Eisgang alsÜeö inn führen, nehme man die geringste Dicke der pfeiler, in dieser Flinsicht, und
*) Den Seitendruck auf den Pfeiler heben zwey gleich grofse Bögen auf, so dafs ein lothrechtcrDruck entsteht; wenn aber der eine Bogen grüfser, als der andere ist, so mufs nach der Zu-nahme der Schwefe der Druck. berechnet werden.