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verhält sich zur Bogenöffnung wie 1 : Q , 23. Also würde diefs Verhältnifs wie 1 : 12gewesen seyn. Nach der Meinung Perronets sind die rfeiler dieser Brücke nochzwölfmal stärker, als sie nach denen über die Tragkraft der dazu verwendeten steineAngestellten versuchen erfoderlich gewesen wären. Es ist also das von ihm festge-setzte verhältnifs wie l : 12 , indem ° — 12 ist, vollkommen hinreichend. Indessenrathe ich bey dessen Annahme, die Pfeiler aus blossen Werkstücken bestehn zu las-sen, und dabey auf die Tragkraft der zu wählenden steine stets Rücksicht zu neh-men. Vorausgesetzt also, dafs die mit den zu verwendenden steinen über ihreTragkraft angestellten Versuche bewiesen haben, wie diese hinreichend grofs sey,wenn man dies verhältnifs von 1 : 12 annimmt, so kann man sich dessen, bey gro-fsen aus festen Ziegeln und Werkstücken gemachten Bogen und bey den aus Werkstückenverfertigten Pfeilern.bedienen , zumal wir sehen, wie bey mehrern Brücken, bey denendie Pfeiler im Innern blos mit Bruchsteinen ausgemauert sind, die Dicke (in Bezie-hung auf ihre Bogenweite) sehr wenig gröfser als die oben gegebene Regel fest-setzt, ist. So verhält sich bey folgenden Brücken die Dicke der Pfeiler zur Bogen-weite: bey der Eintrachtsbrücke zu Paris , wie 1 zu Q , 8 , und wie 1 zu 12. Beyder für Lyon von Perronet entworfenen, wie l : g, bey der Brücke von Nemourswie 1:8,3; von Maixence wie l : 10, Ö7 ; bey der von Neuilly, wie 1 : Q, 23 ;bey den sehr flachen BÖgen der Brücke Fouchard, wie 1 : Q, 2; bey der Brücke vonJena ist dies verhältnifs, wie l : Q, 3; bey der Brücke von München (Tab. 133.) wirdes, wie 1 : 10 , 99 seyn, und nach den Oeuvres von perronet p. 3. kann es wie gesagt,wie 1:12 angenommen werden ; ja bey dem Pont du Gard ist es wie 1 : 6 , wie-wohl die untern Pfeiler noch zwey Reihen von Bögen tragen.
Bey Bestimmung der Stärke von solchen Brückenpfeilern , die nicht als Widerlagerdienen sollen , ist nun vorzüglich zu berücksichtigen : dafs der scitendruck zweyergleich grofser BÖgen verschwindet, weil l) die ungleiche schwere ihrer Materialien,und die Lasten, welche die Brücke befahren, gegen die Stabilität des Brückenpfeilersund die Schwere des Brückenkörpers, für nichts zu rechnen ist, zumal da alle BÖgenzwischen den zwey Widerlagern, vollkommen gespannt sind. 2 ) Der sichere Standeines Brückenpfeilers von der Güte des Fundaments und der Festigkeit seiner steineabhängt. Man hat daher bey sicherm Fundamente und dessen guten Umgebung, nurauf den lothrechten Druck zweyer Halbbögen zu achten. Ist der eine Bogen gröfserals der andere, so mufs man jedoch, auf die Schwere von dessen gröfserer HälfteRücksicht nehmen. Also werde die Tragkraft der steine geprüft! Ehemals nahmman auf dieselbe gar keine Rücksicht, denn man sieht, dafs die Alten alle Widerla-ger ihrer Brücken ungeheuer stark machten, und diejenigen Architekten, welche Tem-pel, späterhin gothische Kirchen, aufführten, gerade das Gegentheil thaten: so verhältsich beym Pantheon zu nom die Dicke der lothrechten Mauer zur weite der KuppelWie 1:7,4. Ferner zeigt die zur Seite 484 gehörige Tabelle, dafs man ohne alleIII. Band. 74