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staken eisernen Zapfen oder Rundnagel c, der in eine 22 Zoll starke eichene, in denBöden eingegrabene und durch eine schraube mit mehrern eingerammten pfählen ver-bundene Säule a lief. Das andere Ende des Hebels trug eine aus planken bestehendeWaageschaale s. Der zum. Versuch bestimmte stein e wurde auf einen festen Kör-per C gelegt, wozu man einen metallnen Rammklotz wählte, dessen Unterlager auszwey steinen n und e bestand. Um mm den Versuchstein e nicht auf einen Punkt,sondern über seine ganze oherfläche zu drücken , so wurde auf demselben das ausEisen bestehende oben spitz zulaufende Stück d darüber gelegt. Der mit Eisen be-schlagene Hebel a b drückte nun auf diesen Stein, und wurde an seinem Ende vondem Rundnagel c verhindert, aufwärts zu gehn. Da man aber während des ersten*Versuchs bemerkte, dafs bey der geringsten Belastung der Waagschaale b, dieses ei-serne stück d durch den Druck des Hebels aus der Verticale aus wich und umzukan-ten gezwungen wurde , wodurch die Kraftäufserung nur auf einen geringen Theil derIlache des Steines e wirkte; so ward dies dadurch verbessert, dafs man zwey eisernekleine Cylinder f f und einen sich über dieselben hinbewegende eiserne platte unterden Hebel a b legte, wodurch dies der Richtigkeit der versuche so nachtheilige Be-streben des Hebels (die Unterlage umzukanten) völlig aufgehoben wurde *),
§. 391. Die verschiedenen Eigenschaften der steine, als: ihre Härte und spe-cifische schwere, ihre Bestandteile und ihre mehr oder weniger dunkle Farbe,setzen den erfahrensten Praktiker nicht in den Stand, die Tragkraft derselben vorausbeurteilen zu können ; sie kann nur aus einzelnen Versuchen gefunden werden. Dieharten aber zugleich spröden steine, welche häufig aus mehr oder weniger innig mit-einander verbundenen Theilen bestehen , brechen öfters leicht, und selbst solche aushomogenen Theilen zusammengesetzten, die unter einer grofsen Last völlig bre-chen, springen oft unter einer geringen Belastung, zumal wenn der Druck nichtauf ihre ganze Fläche gleichmäfsig verteilt ist. Ja man kann , wie Gauthey sagt,die Steingattungen, in Beziehung auf ihre Tragkraft, in zwey classen eintheilen. Dieharten steine, deren Korn fein ist und die aus homogenen Theilen bestehen, theilensich mit Geräusch, ehe sie zu staub zermalmt werden, in verticale schnitte; die wei-cheren theilen sich in Pyramiden, welche ihre Basis in der obern. Fläche des Prismasund ihren Scheitel in der Mitte haben.
*) Rondeht hat pag. "g, in seinem Traiti de l’art di hiitiv, bey seinen über die Tragkraft der Stein*angestellten Versuchen, eine Schraube gebraucht, die durch einen Hebelsarm in Bewegung ge-setzt wird. Auf eine recht sinnreiche Weise bat er den Grad der Reibung , der die auf den Steindrückende Schraube unterworfen ist , durch das Anbringen eines der Schraube entgegenwirken-den Hebels kennen gelernt. .— Die strenge Bauüconomie erlaubte es jedoch nicht für diese an-lustellenden Versuche, diese etwas kostbare Vorrichtung zu machen. Uebrigens war die Reibungdes Hebels um den vier Zoll starken Rundnagel c, bey der oben bechriebeaen Vorrichtung, un-bedeutend.