Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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ein französischer 03374,53 Kilograme, oder 1 29462 französische Pfunde tragen.Dessen widerstand verhält sich also zu dem des Steines von Neuilly wie rOO : 202,zu dem des Neubairer eisenerzhaltigen Sandsteines aber wie 100: 725. Diese Stein-gattung verhärtet sich im Wasser immer mehr, und widersteht vollkommen dem Ein-flüsse der Luft.

Der graue Kalkstein oder Marmor von Lengries, dessen Tragkraft in Nro. 12.untersucht wurde, hat beynahe gleiche Härte, wie der Sandstein von Neubaiern; je-doch ist derselbe mit Adern durchsprengt und weit spröder; so dafs, wie uns dieVersuche zeigen, ein 27 Quadratzoll grofses stück, schon unter der Last von 1553Öpfund bedeutende Sprünge bekam, ob es gleich erst unter der Last von 41335 Pfun-den nach mehrern stunden brach.

Bey den Tufsteinen tritt der nämliche Fall, wie bey den Nagelflue-Steinen,ein; nur ist hier der Unterschied der Tragkraft der verschiedenen steine, noch be-deutender. Man mufste daher den versuch Nro. 15., welcher mit einem dichten,wenig porösen Steine von 21Ö Cubikzoll, d. h. von 3Ö Quadratzoll Fläche und 6 zollHöhe, angestellt wurde, als das Maximum der Tragkraft dieser Steingattung anneh-men. Diesem Gemäfs trägt der baierische Quadratschuh 6l)Q32 baierische pfunde undder französische 48159,28 Kilogramen, oder Q8373 französische Pfunde. Die Trag-kraft dieses Tuftsteines verhält sich zu der Tragkraft des bey der Brücke von Neuilly gebrauchten, wie 100 : 2Ö7 und zu dem des Neubairer Steines wie 100 : 952.

Alle diese versuche müssen die Regierung bestimmen: zu der Münchener Brückeden röthlichen Sandstein zu den Pfeilern, Gewölbsteinen und den äussern Flächen derSchenkel nehmen zu lassen, weil derselbe der härteste und schönste ist, so wie auch derEinwirkung des Frostes und Regens vollkommen widersteht, und selbst dem festestenGranit an Härte und Dauer gleich zu setzen ist, ihn aber an Schönheit der Farbe weitübertrifift. Dafs diese Wahl eines Steines, welcher 2 1 Stunden zur Axe gefahren wer-den mufs, ein solches werk nothwendig vertheuere, ist leicht begreiflich: denn derbaierische Cubikfufs dieses Steins, der mit Pulver gesprengt wird, kostet zu sprengen,aus dem Rohen zu behauen und an Transport bis München 2 fl. 5Ö kr.

§. 3Q4. Nach den Pfeilern, bilden die Widerlager den wesentlichsten Teil oderdie Stützpunkte eines massiven Brückenbogens ; der ingenier kann daher weder beyihrer Gründung noch bey ihrem iiauerwerk mit zuvieler Vorsicht verfahren. In wel-chem verhälsnisse ihre Dicke zu der Bogenöffnung (bey den berühmtesten Brücken)steht, ist bereits oben und in der zur s. 484- gehörigen Tabelle angeführt worden.Dieses verhältnifs ist nämlich, bey den meisten grofsen und schönsten Brücken,wie 1 zu 4, nach welcher Form man auch den Bogen construirte. Ja, wir sehen beyder Brücke von Tours, dafs, obwohl ihre pfeiler noch schwächer, als dieses Verhält-nifs auswirft, sind, und isolirt stehen, dieselben dennoch als Widerlager dem Druckder Last des Bogens widerstanden, folglich die Widerlager, bey Halbkreisen, immer stark

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