Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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fsig angewendet ist, zeigen die Brücken von Jena (^Fafe. 130.) und de la Concorde(Tab. 124 ) so Wie die Brücke von Maxence (Tab. 131.) und Neuilli.

Im entgegengesetzten Fall, d, i. wenn man die Strebepfeiler fehlen läfst, würde ich.das Verhältnifs bey Halbkreisen wie 1 zu 4, bey gedruckten Korbgewölben wie 1:3, 9und bey flachen Kreisstücken, deren Bogenhöhe £ bis £ der oeffnung ist, aber wie»1:3, 5 bis 3, 2 annehmen. Die Erfahrung bey den Brücken von Westminster,vours und bey mehrern andern , wo das verhältnifs bey den stehn gebliebenen alsWiderlager dienenden Pfeilern, wie 1:5,5 bis 1 : 4, 4 betrug , rechtfertigt diesesnegel*). La selye setzt indessen mit «echt in der Fortsetzung und Verstärkung dersögen bis zur Fundation die vorzügliche Stärke der Brücke von Westminster, Indemet die Bögen, von den Schenkeln ab, viel stärker, als die # HÖhe des scblufssteins ge-macht hat, hält er sich überzeugt, dafs sie ohne lothrechte Widerlagmauern vollkom-men ihren Stand behalten können. Er führt zum Beweise an : dafs, als im Jahr 1747zwey seitenbögen des westlichen Pfeilers , der sich gesenkt hatte und dessen Stärke15 Schuh betrug, abgetragen werden mufsten, der verticale Stand der nächsten Pfei-ler und die Tage der Bogen sich um nichts änderte, ja, dafs bey dem Erdbeben von174y , eis die Bögen noch nicht geschlossen waren, die pfeiler ihren Stand vollkom-men behielten. Dies erfolgte zur Bewunderung Einiger und zur Beschämung der ue-helgesinnten und Ignoranten , welche während des Baues der westminsterbrücke dasGerücht verbreitet hatten, daß sie ganz einstürzen müsse, wenn man nur einen Schlufs-tsein aus einem Bogen herausnehmen würde. Man sieht daher, dafs es in London .wie in manchen Nichtswürdige giebt, welche mit ihrem Geifer die grofsen Unterneh-mungen zu besudeln bemüht sind. Eben diese Fortsetzung des Gewölbes treffen wirbey der Fleischbrücke zu Nürnberg, bey einigen Brücken in Rom , (Tab. 125.) beyder von Rialto zu Venedig , bey der ohnweit Vicenza (rab. 129.) bey meinem Fnt-wurfe der Brüche zu ulm , (iah. 130.) deren Bogen 170 Schuh weit werden sollte,-und bey noch einigen andern Brücken an. Bey dieser letztere verhält sich die Dickedes Widerlagers wie 1 4, ohne die altern als Stützwände dienenden alten Festungs-

Mauern a und b. (s. Tab. 133. den Aufrifs) niitzurecbnen.

Die Widerlager der Brücke würde ich, wie gesagt, deswegen in den mei-sten Fällen stärker machen , als die pfeiler, weil man ihrer grofsen Masse wegen dasMauerwerk nicht von so guten Steinen aufführen kann, als das der pfeiler,

$. 3Q5. Wir kommen nun zur Festsetzung der Hohe des schlafsteins , wel-cher vorzüglich den Druck desjenigen Bogenstiiekes, welches von der letzten ruhen-

Dafs Ich bej diesen Bestimmungen die Höhe des vorne senkrecht stehenden TUeils der Wider-lager nicht berücksichte, geschieht deswegen, weil, je weiter ein Bogen, desto gröfser die Höhedes über denselben aufgeführten Theils vom Widerlager ist; die Mauer-Masse also auch im Ver-hältnifs ihrer zunehmenden Höhe einen gröfsern verticalen Druck auf den Bogen ausübt, folglichseinen Seitendruck verringert.