Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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wenn die Bogenweite und uferhöhe keine gröfsere BogenhÖhe gestattet, wiewohleinige Brücken noch flachere Bögen erhalten haben; man sehe deswegen die zur484. Seite gehörige Tabelle,

Was die aus mehrern nittelpuhcten beschriebene Korblinie, die wir bey vie-len neuen Brücken, zur Innern-Gewölbfläche angewendet finden, und die eine Aus-bauchung oberhalb ihren Anfängen, das ist in den Schenkeln der Gewölbe, bildet,folglich dem Strome (in Beziehung auf die Weite des Bogens und seiner Hohe) dasgröfste Durchgangsprofil unter den übrigen Gewölblinien darbietet, anbetrifft: so istes nicht ihre Verzeichnungsart, welche die Einführung davon nicht allgemein werdeno liefs, sondern folgende dabey eintretende Rücksichten, l) Kann man den Scheiteldieser Korbgewölbe nicht gedruckter als ein viertheil der oeffnung machen, ohne fürdie Stabilität der Gewölbe besorgt zu seyn, und dennoch erfordert oft die Lage derUfer einige geringere Bogenhöhe. 2) Nur wenige Brücken-Bögen der Art sind zu £gesenkt, worunter die von Neuilly gehört, die mehrsten zu einem Drittheil, vielenoch weniger, aber die Dreyeinigkeitsbriicke zu Florenz hat zu ihrer Höhe nur £der Bogenweite, welches nicht nachgeahmt zu werden verdient, weil der Bogen zugedruckt ist. Ja! man behauptet, dafs sich die Bögen dieser Brücke stark gesetzthaben, dabey anfänglich eine gröfsere Bogenhöhe statt gefunden habe, und um diefssetzen dem Auge zu entziehen, beym Schlufsstein breite Marmortafel angebracht wor-den seyn. s) Erfordern die Ilorbgewölbe schon deswegen inehr Mauerwerk als plaehe-BÖgen. 4 ) Kann man sie aus der in Nro. 1. angegebenen Ursache nicht so hochanfangen lassen; was man also für das Stromprofil mit der Ausbauchung gewinnt,verliert man an der tiefen Senkung der Gewölbanfänge oder Schenkel, folglich sindsie dem Anfall der Eismassen und des Treibholzes mehr als die Kreisstücke ausgesetzt.5) Kann man die steinschnitte nicht nach einem Mittelpunct ziehen, sondern manxnufs sie nach und nach, allen Mittelpuncten gemäfs, bestimmen, weil in der aegeljede Gewölbfuge senkrecht auf die innere Gewölbfläche stehen mufs, und hierauswird eine kostbare Ausführung unvermeidlich. Daher ist der Bogen nach der natür-lichen Gröfse auf eine gemauerte mit Gyps übergossene Fläche aufzutragen, und fürdie verschiedene Mittelpuncte habenden Gewölbsteinreihen eigene chablone zu verfer-tigen. Ja man kann für Korbgewölben, die nach grofsen Madien gemacht werden'Sollen, die Verzeichnung der Bogenstücke auf einer Gypsfläche, mittelst ihrer Radien,nicht einmal anwenden, sondern ist genöthigt, die Ordinate zu berechnen, und einemechanische constructions - Methode zu Hülfe zu nehmen, welches Verfahren auchTerronet hat anwenden lassen, und das bey der Beschreibung von der Curve derBrückenbögen zu Neuilly angeführt werden soll. Man sieht daher, wie viel Mühe,xeit, Geld und Aufmerksamkeit die Ausführung der Korbgewölbe erheischt. Dahin-gegen kann man die GewÖlbsteine der Halbkreise, Kreisstücke und solcher BÖgen,