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Die Geometrie bietet zwar noch mehrere krumme Linien: als z. b. die Parabel,Hyperbel, Cycloide, die Kettenlinie, cassinoide, Conchoide u. m. dar, aber eines,Theils bilden 0 sie nicht schöne Formen» andern xlieils ist die Ausführung der Lehr-gerüste und Gewölbe darnach zu beschwerlich, und endlich gewinnt man dabey fürdie Festigkeit nicht so viel, welches ein Ersatz für die Mühe, den Geldaufwand undder Aufopferung der Schönheit des Bogens, seyn könnte. Da indessen eine bildlicheVergleichung dieser verschiedenen krummen Linien in diesem werke aufgenommenzu werden verdient: so sind diese nebst der Kreislinie in Fig. 18» Tab. 134. auf eineund dieselbe Hohe, welche sieb zur Bogenweite wie 3, 14:1 verhält» dargestellt. Aus dieserFigur ergiebt sich folgende merkwürdige Stufenfolge: die Cassinoide, Ellypse, Cycloide,Kreislinie, Kettenlinie, Conchoide, Parabel, Hyperbel, so dafs, w 7 enn man die zwitter-artige Conchoide , welche mit der Parabel, Kettenlinie und Kreislinie, theilweise zu-sammen fällt, in der Reihe der Curven nicht mitzählt, die Kreislinie, dem Kaum undder Ordnung nach, in der Milte sich befindet. Wie man diese Curven durch Ab-wickelung eines Fadens von irgend einem Polygon oder einer curve erzeugen könne,hat La Croix p. 120 — 154. in seinem xraite ele'mentaire de calcul differentiel et decalcul integral gezeigt.
Was die aus mehrern süttelpuncten verzeichneten Brückenbögen anbetrifft:so'wurden anfänglich die Brücken della Trinitä zu Florenz, Toulouse , und in denletzten Zeiten die Brücken von saumur, Nogent, Mantes , Nenilly und mehrere Brü-cken danach eonstruirt. Chezy gab zuerst in dem letzten Viertel des vorigen Jahr-hunderts eine Formel zur Construction eines Korbgewölbes , welches aus Hilf Mittel-puncten beschrieben wird, und perronet theille sie in seinen Oeuvres mit.Darnach hat eessart in seiner Description des travaux hydrauliques Tome I.pag. 142. eine Tabelle geliefert, welche deswegen in der Folge aufgenommenwird, weil die nach ihr construirten Bogenlinien unter den übrigen Korbllnien dieschönste und vorteilhafteste in Hinsicht der Stabilität des ihr gemäfs aufgeführtenGewölbes ist. Auch der verstorbene Ingenieur und Professor müller zu Göttingen ,hat über die Verzeichnung grofser Gedruckter -Bögen (l?Q2) eine schätzbare Abhand-lung geschrieben; nondelet in seinem Traite tlieoretique et pratique de l’art de bätir;Gcmthey in seinem Traite de la construction des ponts; sossut in der Encyclopädiemetbodique; Berard in seiner Statique des voutes ; Gruson und Hohert in den Samm-lungen nützlicher Aufsätze und Nachrichten, die Baukunst betreffend, und mehr an-dere Schriftsteller , haben von den Korblinien- gehandelt.
Der bey der königl. General-Direction des Wasser-, Brücken - und strassen-baucs angestellte Ingenieur von Kammerloker hat die Mühe übernommen, nicht nurAuszüge aus demjenigen, was wir über die befste Verzeichnung wirklich ausgeführterKorbgewölbe und Gedruckten - Bögen haben, zu machen, sondern auch eigene Bemer-kungen und analytische Darstellungen hinzu zu fügen, welche ich jetzt hier aufnehme.