Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
Seite
652
JPEG-Download
 

reagirenden ist: so ergiebi: sieh aus dieser Gleichung xaa/' fl p — 2 h c 4 - b &.

v. a aay

Z>, worin p das Moment der Horizontal-Kraft u an dein vcrticalen Hebelsarm

a

p' p, b die schwere des halben Gewölbes sc, c die horizontale Entfernung sr sei-nes Schwerpuncts vom runcte b oder r, a die Höhe b R des Widerlagers bedeutet.Diese Formel erzeugt für die Widerlagdicke des schon mehrmal engeführten Gewölb-modells fast das nämliche Resultat , welches aus den vorhergehenden Formeln her-vorging.

Bey Gewölben, welche oben horizontal auslaufen, wie Fig. 44. zur Hälftezeigt, bestimmt Rondolet nach den vrincipien der vorletzten Methode mit der Mode-fication die stelle k des seitendruchs, dafs er von b eine verticale bis zur Horizon-tallinie e c und von dem Durchschnittspunct f dieser verticale mit der Begrenzungs-linie des Gewölbes auf dessen innere circumferenz die verpendiculare oder NormaleF k o zieht, und den Durchschnittspunkt k zur stelle des seitendrucks annimrat.Durch diesen Punct k führt er alsdann die Horizontale 1 l und die Verticale h m.Den horizontalen Seitendruck des obern Gewölbstiickes drückt er durch k l, multipli-cirt mit der Fläche h c nk und diese dividirt durch den innern Bogen kn, und aufeine ähnliche Art den horizontalen Gegendruck des untern Gewölbstückes durch 1 k.F b ks aus. Da hier die Widerlager bis zur Linie c e reichen, also höher als derk b

Hebelsarm des Seitendrucks in x, so setze man in der vorletzten Formel a — d statta>+d, indem hier (f. 44.) fi und nicht ib oder jt wie in Fig.41., durch d und ep durch£t ausgedrückt wird, ferner e =■©., weil t (Fig.41.) mit b in Fig. 44. zusammenfälit;endlich, ohne sehr gegen die Genauigkeit zu fehlen, 2 m c~ o, weil in dieser Figurf b k zum untern stück gerechnet wurde, und man erhält für die Widerlagdicke desGewölbes (Fig. 44.) x—Y' flp — ipd 4 • b b>. — b. worin b :s= m HH n = b f

\ a , a < 1 / a

c D k b, und p das Moment des horizontalen Seitendruckes ist.

Berechnet man nach dieser Methode die widerlagdicke für Gewölbe ungleicherDicke: so stimmen die Resultate, wie Rondelet versichert, mit den Versuchen nichtso gut überein , als wenn man diö Methode des Schwerpuncts auf solche Gewölbeanwendet.

In welchem Grade die van Rondelet angeführten Methoden in ihren Resultatenund diese mit dem von ihm beschriebenen Modellversuchen auch harmoniren mögen:so ist doch gewifs, dafs jede dieser Methoden dem strengen Theoretiker mehreregegründete Zweifel darbietet; in mehrern Puncten den natürlichen Ansichten und 1111 -umstöfslichen Primcipien der Statik widerstreitet, und die daraus hervorgehenden Feh-ler durch glückliche, wechselseitige compensation in den Resultaten gröfstentheils sich