Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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wie Fig. 41. deutlich zeigt; obwohl der lothrechte Druck solcher Gewölbsteine, un-abhängig von ihrer Lage, immer unverändert bleibt. 4 ) Wird in dieser Methodeein Gewölb als aus unendlich vielen und gleich grofsen Steinen ohne Bindungsmittelbestehend, und demungeachtet die Schwere der obern zwischen c d und h n enthal-tenen Steine vom puncte k aus, und die der übrigen Steine vom Punct t aus auf dasWiderlager wirksam gedacht; obsclion unter Steinen, deren Fugen durch kein Bin-dungsmittel Zusammenhängen, der verticale Druck eines obern Steines auf seinen un-tern übergeht, und die stelle der verticalen Einwirkung der sämmtlichen unverbun-denen steine des halben Gewölbes auf das Widerlager nur allein in t oder vielmehrin f statt findet. 5) Ist kein zweifei, dafs die Bestimmung der stelle h n, der Grenzeder Action und Reaction des halben Gewölbes, auf eine unerwiesene Hypothese sichgründet. Obwohl dadurch, dafs in dieser Methode sondolets der verticale Druck derGewölbe zu klein, dagegen der Hebelsarm eines Theils dieses Druckes zu grofs, dereffective Horizontaldruck zu gering, dagegen der Einflufs der Reibung, welche in derersten Methode berücksichtiget ist, gar nicht in Rechnung genommen ist, die Fehlersich glücklich genug compensiren, und die Resultate dieser Methode mit denen derersten und mit den angestellten versuchen wohl übereinstimmen mögen: so wird dem-ungeachtet jene Methode auf wirkliche Gewölbe , deren steine mit einem Bindungs-mittel versehen werden, nicht mit hinreichender Sicherheit angewendet werden kön-nen; denn nach Rondolets Bemerkung seihst, „dafs ein Gewölb, aus vielen unver-bundenen Gewölbsteinen, einen nachteiligem Seitendruck auf die Widerlager aus-üben könne, als ein gleiches, aus wenigem losen steinen bestehendes,’’ ist die Sta-bilität der Widerlager von Fugentrennungen im schlufs des Gewölbes und in den Len-den innerhalb 38°, vom schlufs angerechnet, mehr gefährdet, als wenn aufser diesenFugentrennungen noch eine oder mehrere unterhalb dem 38ten Grad eintreten; dazukömmt ferner noch der umstand, dafs bey grofsen, wirklichen Gewölben der Kei-bungscöfficient von dem der Modelle und der Rondoletschen Formeln sehr verschiedenseyn kann.

Die dritte Methode, welche »ondelet die Methode des schwerpunctes nennt,beruht gleichfalls auf falschen principien, und empfiehlt sich eben so wenig zur An-wendung auf wirkliche Gewölbe. Es ist aufser Zweifel, dafs der Horizontaldruck desobern Gewölbstückes cn (Fig. 42.) nicht von dem punct c aus nach n, sondernvon den niedern Punct n aus auf den untern Theil des Gewölbes und das damit ver-bundene Wigerlager wirken könne, indem der Horizontaldruck C n in Verbindungmit dem lothrechten g g einen mittlern, schiefen Druck in w hervorbringt, und die-ser wieder in einen horizontalen und einen lothrechten, beyde von der vorigen Gröfse,sieb zerlegt; woraus hervorgeht, dafs Rondolet den Hebelsarm des horizontalen Druckesum die Länge n iv zu lang berechnete, wofür er aber den schwerpunct des untern Ge-wölbstückes, welches mit dem obern kein Ganzes mehr bildet, in w , wo die schwere