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Meenvein gründet die in seiner Schrift über die Gewölbe 1802 auseinandergesetzte Theorie auf den Begriff' der streben, nicht des Keiles. Was seine übrigenFolgerungen betritt, so scheinen sie sich auf keine triftigen Gründe und Beweise zustützen.
i Schulze’s T-heorie der Gewölbe, welche in seinen Beyträgen zur Hydrotechnik1808 enthalten ist, ist in Formeln aus der Mechanique analytique von la Grange dar-gestellt. Aus ihr ergiebt sich das interessante Resultat, dafs der Seitendruck gleichdicker Kreisgewölbe, wenn von ihrer Dicke, der Hoffe ihrer Widerlager und vonden aufscr der Schwere die Gewölbe noch affizirenden Einflüssen, als der Reibungund Adhäsion des Bindungsmittels, abstrahirt wird, in dem 38ten Grade 14' -SO",vom Scheitel angerechnet, den gröfsten Effect auf die° untern Gewölbtheile ausübe.
Eitelwein behandelt die in seiner Statik fester Körper 1808 vorgetragene ce-wölbtheorie in der Hypothese des Keils, lehrt das Gleichgewicht der Korbgewölbe aus
3 Mittelpuncten und der scheidrechten oder rlattgewölbe, so wie das der gleich dickenKreisgewölbe, und zwar das der zwey letztem Gewölbarten, durch Bestimmung ihrerFugen, finden. Nach deF für gleich dicke Kreisgewölbe angegebenen Formel tang ($ ~7 . v, wo <p den Winkel einer Fuge mit der Verticale, v den durch die schwerpuncte
4 . r
der Gewölbsteine gezogenen Kreisbogen, vom Scheitel angerechnet, und r den Radiusdieses mittlern Bogens bedeutet, entsprechen den Fugen im 30ten, ÖOten und QOtenGrade, vom Scheitel gezählt., der Ordnung nach, die Winkel von 42° 32', 6l° 23 / ,und 70° 1'.
Berard's Abhandlung über die Gewölbe statique des vdutes , welche,zu Paris 1810 erschien, verdient ganz besonders eine umständliche Erwähnung.Sie umfafst alle Arten der Gewölbe, giebt für den Zustand ihres Gleichgewichts undfür die Stabilität der ^Widerlager die Gesetze an und erhebt sich in mehrern Rücksich-ten über das willkührliche und unsichre der bey den bisherigen Gewölbtheorien ge-wöhnlichen Hypothesen. Für die Bedingung des Gleichgewichts von 5 oder 4 Ge-wölbtbeilen (Fig. 5 5.) welche blos von der Schwerkraft afticirt werden, gilt dieGleichung t k = v h, d. i. m = n. cos. e oder nach ihrer ßeduction m. tang. e —
sin. a sin. (e— a)
(m w). tang a . . . (i), worin m die Masse von f s s' s, w die Masse von nrief,a und e die spitzen Winkel der Fugen f e , iv m mit der Verticale bedeuten, Dieseletzte Gleichung ist im Grunde dieselbe, welche Prony in der (s. Ö4l) vorgetragenenTheorie angiebt, wenn man darin m negativ, d. i. 3/ c' unter r / V annimmt und dieGleichung durch 2 dividirt. Durch Differentiation dieser Gleichung, wobey m und a un-veränderlich angenommen werden, findet sieh m. d tang. e — tang. a> d n .... (n)