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fcen Br«dien In Frankreich bat man durch zwey Gcwölbstdine, auf gewissen Abstän-den unter den Strafsenrinnen, töcher, mit einem steinbohrer gebohrt, und Perronethat dazu bey der -Brücke von Neuilly die in Fig. tl. und 12. Tab. 85. gezeichneteMaschine angewendet. Bey der Brüche von Saumur verbesserte Cessart diese Einrich-tung, indem er die Wasserarmen unter den Trottoirs anbrachte, wodurch die Strafseselbst breiter wird; auch setzte er 24 eiserne Rohren in die mitten im Gewölbe ge-machten Locher. Indessen tritt hiebey immer noch der Umstand ein, dafs man meh-rere oewölbsteine durchbohren raufe; es ist daherweit besser, der eigentlichen Fahr-strafse einen Abhang zu geben, um die strafsenrinnen geneigt machen, zu können,also daraus sowohl, als von der Fahr strafse, das Wasser zu leiten und dieses nichtweit vom Widerlager durch eiserne, in die Gewölbsteine eingesetzte Röhren, abzu-lassen , oder dasselbe über das Widerlager hin,- in Rinnen abzufiihren.
Die Trottoirs lege man immer horizontal, l) um der Brüche ein schönesAeufserc zu geben , und 2) durch die horizontale rage dieser Fufswege eine Bequem-lichkeit hervor zu bringen; Z) durch die Anbringung der alsdann am Ende der Trot-toirs nolhwendig werdenden stufen, die Karrens.cliieber von diesen Fufswegen abzu-0 halten. Aber auch bey dieser Einrichtung, selbst wenn die rahrstrafse und die zweySeitenrinnen aus regelmäfsig zugehauenen steinen (in Form von Parallelepipeden) infeinen Kiessande, der die Hohe von sechs zoll haben mag, so sorgfältig gepflastertwerden, dafs die Fugen nur sechs minien betragen, tritt noch der Umstand ein: dafsdie Rinnen von den Fuhrwerken beschädigt werden, und man dieselben nicht reinerhalten kanm Ich rathe daher: diese Rinnen aus Gufseisen dergestalt giefsen zu lassen,damit jedes gegossene Stück mit Zacken endigt, welche in die Zwischenräume derdaran°stossenden zacken eingeschoben werden. Diese Stücke müssen an den Seiteneinen abgerundeten Bord erhalten. Ich würde, zur Erweiterung des Fahrbettes, vonder Brücke von München , diese Rinnen unter den Trottoirs anbringen,, wenn daselbstnicht wasserleitungs-Rühren Fig. 10. Tab. 133. durchgehen müfstem
Die Fahrstrafse der Brücken mit grofsen steinen zu pflastern, ist defswegennachtheilig, weil darauf das Zugvieh leicht fällt, besonders bey Glatteis. Man solltesie daher oben nie gröfser als 100 Quadrat-Zoll machen. Bevor der Fahrtweg .ge-pflastert werden kann, müssen die Cordons der Brücke und die Trottoirs, womöglich,aus festen, der Witterung widerstehenden Sandstein, jind der nicht glatt, wie Mar-mor, ist, worauf die .Fufsgänger leicht fallen, bestehen.
§. 422. Während das r finster gemacht wird, kann man die Brustmauern odereisernen Geländer, die chausseedämme und Kaymauern vollkommen ausführen, undvermittelst der Hänggerüste alle äufsem Fugen der Brücke mit steinkitt, der demFroste widersteht, ausstreichen, wenn zuvor die innere Gewölbfläche genau abgemeis-selt ist. Hat man zu dem Aeufsern poröse Tuffsteine wählen müssen, so werfe manalle Poren mit Mörtel, unter welchem Eisenschlacken und aus dem ruftstein gestosSeneHörner gemischt werden, aus, und bestreiche die ganze Fläche zweymal mit Oelfarbe.
§. 423. Indem ich mich mm noch auf dasjenige beziehe, was ich von derAufführung der Kaymauern gesagt habe, und dem neser auf alles dasjenige verweise,was ich in dem künftigen Kapitel von der Aufführung der Chausseedämme und desPflasters anzeigen werde: beschliefse ich die unichenbaukundc.