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wage, womit zugleich der der strafse zu gebende Fall abgesteckt wird, bewerk-stelliget werden. Es wird sich öfters in felsigten Gegenden der Fall ereignen, dafsman sich an Baumen und Felsen festbinden und mit Seilen herunter lassen mufs,um die Aufnahme und Absteckung der strafse zu bewerkstelligen. Zugleich mufsdann die Sonderung und Beschreibung des Bodens, der Kies - und Steingruben oderder orte, wo sie errichtet werden sollen, angegeben seyn. Es müssen genaue Er-kundigungen über das Anschwellen der in der Nähe der Strafse befindlichen Gewässer,von dem Anlegen des Schnees, dein Absinken des Erdreichs, und von allen übrigenLocalitäten, die einen Einflufs auf die Beschhaffenheit der strafse haben, eingezogenwerden. Vorzüglich mufs man die bessern Bau-Materialien aufsuchen. In der geo-metrischen Aufnahme des Strafsenzuges sind die Grundstücke, selbst wegen Entschä-digung der Grund-Eigenthümer, anzuzeigen, damit nach Vollendung des Baues nichteine abermalige Aufnahme nöthig werde. Kurz, der specielle Entwurf einer strafsemufs alles erschöpfen, was der Ausführung vorangeht und worauf sie begründetwerden kann.
2) In so fern eines der wesentlichsten stücke einer Kunst - strafse die Grün-dung oder der eigentliche aufgefahrene Strafsendamm ist, mittelst welcher man dieStrafse über das nahe liegende Terrain, je nach der Localität erheben mufs, ist: so istes wohl der Sache angemessen, wenn ich mit der Darstellung von der Anlage einereigentlichen nammstrafse den Anfang mache. Solche Dammstrafsen können nur aufzweyerley Art angelegt werden: a) entweder auf die Krone oder Oberfläche des Dam-mes, Tab. ,121, Fig. 5., oder b) hinter dem Damme Fig. 31. Das letztere ist inson-derheit wegen der mindern Ausgabe, die es verursacht, weil des Dammes stärke ver-ringert werden kann, wenn eine Strafse auf dessen Krone nicht angelegt wird, sehrzu empfehlen. Hierdurch entstehet auch für die Reisenden die Bequemlichkeit, dafssie hinter dem Damme mit mehrerer Sicherheit gegen das Umwerfen fahren, und ge-gen die heftigen winde gedeckt werden, denen sie auf hohen Dämmen ausgesetzt sind.
Ich mufs demnach erst die Art und weise zeigen, wie der Damm selbst auf-geführt wird, ehe ich die Anlage des strafsenkörpers lehre. Und da es sich ereig-nen könnte, dafs ein solcher DammwSg gegen den Angriff eines Stromes oder derWellen mit uferwerken zu sichern ist, so beziehe ich mich auf das in dem erstenBande dieses Werkes vom Ufer und Flufsbaue vorgetragen; hiezu bin ich defswegengenöthiget, weil sonst in dieser Abtheilung, woraus eine unnöthige Wiederholungentstände, ein xheil des Flufs- und See-uferbaues abgehandelt werden miifste.
3) Das erste, was nun bey der Anlage einer solchen Dammstrafse bestimmtwerden mufs, ist das Queer-Profil a, b, c, d, /, g Fig. 31. *)• Dasselbe bestehet
*) Werden die Dämme längs Gebirgswässern, die mit grofser Geschwindigkeit fliefson, und derenUfer keine gute Deicherde, sondern nur Kies und Steine hergeben, angelegt; so führe man die-
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