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I (1896) Nordalpen / Gottlieb Studer
Entstehung
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242
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Fuss Höhe erforderten mehr als eine halbe Stunde Arbeitund der führende Pollinger musste seine ganze Kletter-kunst aufbieten, um hinauf zu kommen. Nun trat Almeran seine Stelle. Der Grat wurde wieder so schmal, dassman sich an den Händen hangend unter demselben durch-arbeiten musste, bis man rittlings aufwärts kriechen konnte.Eine tiberwächtete Stelle konnte durch Betreten einesFelsbandes unter derselben passiert werden, und dannkam man auf das Schneefeld, das von der Ebene gesehendas untere der beiden «Täubchen» bildet; über diesesund das obere «Täubchen» rasch ansteigend, gewannensie um 10 Uhr 40 den Gipfel, hatten also für die letzten800 Fuss etwa 2 l j-j Stunden gebraucht. Nach ganz kurzemAufenthalt, das Wetter war unterdes ganz schlecht ge-worden, stiegen sie aut dem gewöhnlichen Wege in solebhaftem Tempo ab, dass sie den Sattel in einer Stundeund die Hütte um 1 Uhr 33 erreichten. Trotz des Ge-wittersturms hätten sie nach Grindelwald absteigen kön-nen, blieben aber in der Hütte, um eine andere Gesell-schaft, einen Schweizer mit zwei Führern, abzuwarten,die sich noch an dem Berge befand und erst gegen 7 Uhrabends eintraf.

Noch kecker war das Unternehmen der Flerren Dr.Guido Lämmer und August Lorria, Ö. A. C., denAndersongrat führerlos als Abstieg zu forcieren. Diebeiden Bergsteiger hatten am 31. Juli 1885 und wiederumam 6. Aug. Versuche gemacht, das Schreckhorn über denNordwestgxat zu ersteigen, waren aber beidemale durchschlechtes Wetter zurückgeschlagen worden. Am 10. Aug.endlich gelang es ihnen, zunächst das Schreckhorn aufdem gewöhnlichen Wege zu ersteigen. Sie brachen um1 Uhr 30 auf und warteten bei den Felsen, über die manaus dem grossen Couloir zum Schreckiirn gelangt, das