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I (1896) Nordalpen / Gottlieb Studer
Entstehung
Seite
243
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Tageslicht ab. Hier hielten sie sich bei Überschreitungdes Bergschrundes zu weit links, verloren damit 2 Stun-den und kamen in so schwieriges und gefährliches Terrain(übereiste Platten, Steintälle, steile Kis- und Felskamine),dass sie nach mehrstündiger rastloser Plage erst um 10Uhr den Sattel erreichten. Um 12 Uhr 1) standen sieauf der Spitze des Schreckhorns. Sie beschlossen bei demwarmen und windstillen Wetter den Abstieg über denNordwestkamm. Anfangs ging es leicht über bequemeGratpartien, dann kamen scharfe Platten und eine Tra-versierstelle über eine abschüssige Eisschicht mit Benü-tzung loser, eingefrorner Steine. Uber unschwere Klcttcr-passagen gelangten sie zum grossen Gratabbruch, welcherselbst unforcicrbar ist. Man musste sich etwas rechts aneiner überhängenden Passage hinüberwinden und dannbeinahe vertikal abwärts über die hohe Wand wie aneiner Leiter hinabklettern. Jenseits einer kleinen Schartegingen sie links unter einem kurzen Schneegrat hin überbequeme Platten. Dort machten sie halbstündige Rast,von 2 Uhr 30 bis 3 Uhr, und errichteten ein kleinesSteinmännchen. Über schwierige und exponierte Grat-zacken ging es weiter, hierauf scharf hinab über drei fastlotrecht unter einander liegende Platten. « Dann schiebtsich der Körper nach links hinaus unter einer überhän-genden Wand durch und man arbeitet sich in einemschmalen Riss, in den ein Kuss gezwängt werden kann,abwärts.» Es folgten noch sehr steile Gratstellen mitimmer mehr gelockertem Gestein- das unterste Stückwar das gefährlichste und der nachsteigende Lämmermusste sich bei den letzten 10 oder 12 Schritten auf lauterlose Steine verlassen, während Lorria rittlings auf derScharte sitzend das Seil versicherte. Von der Schartean waren sie auf bekanntem Terrain. Über ein Couloir