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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
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und auf die zahlenden Aemter ausschreiben lasse. Siesollen nämlich den jährlichen Bedarf in Beziehungauf das Locale, auf die wahren Bedürfnisse und Kräftedes Staates bestimmen/ in die Masse der übrigenEtats eingereihet werden, und die einzeln nur Unord-nung und Zwccklosigkeit mit sich führenden Verfügun-gen vermeiden. Auch gestatten sie die möglichste Deko-neime beym Bauwesen. Der Ingenieur kann nämlichn) die beßte Bauzeit wählen, d) zur rechten Zeit,wenn die Wege mit Schnee bedeckt sind, die Bauma-terialien auf Schlitten transportiern, und cl) sie an-kaufen oder zubereiten lassen, je nachdem es gerathenist. Jede Verspätung des Bauetatö ist also nicht bloseine Verschwendung von Seiten des Gouvern m nts,sondern sie verhindert auch, daß i) die Bauanlagenin der besten Bauzeit, worin die Flüsse niedrig stehen,die Fuhren und Taglöhnungen für billige Preise zuhaben sind, nicht vollzogt!, werden können, i) DieFlüsse während dieser Geschäfiszögerungen ihren kaufändern, und alle Entwürfe zu ihrer unschädlichen Strö-mung wieder abgeändert, und weit kostbarer werdenmüssen, z) Aehnliche mit einer guten Finanzwirthschaftunvereinbare Folgen treten durch die späten Bewilli-gungen der Bauerats beim Brücken - und Straßenbauein. Wiewohl dieses alles nun von Niemand verkanntwerden kann, so sieht man doch in manchem Staate,sey es aus Absicht, um nur das Bauwesen zu vcr-theuern oder dem Baudepartemcnt es unmöglich zu ma-chen, daß es die öffentlichen Tauanstalten vervollkommne,oder sey es aus welchen Ursache» und Einwirkungen