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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
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314
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Oktober und izten November geschieht, wenn esnicht zu trocken ist. Der Mitte Mays soll dieFrühlingsbckicsung und Ausbesserung vollendetseyn, früher noch, wenn der März und April feuchtwar. Wird aber die Herbsiausbesscrung ver-säumt, so sind die Vauinspckkoren und Wege«Meister entweder unwissend, nachlässig oder bös.artig. Eben dieses kann man von denjenigen sa.gen, welche die erste jährliche Hauptausbesscrungder Chausseen über den isten May hinaus ver-zögern, und sie nicht gleich nach dem Aufgangdes Eises und Abgehen des Schnees im Märzund April, je nach dem Klima, vornehmen, undauch hintereinander bewerkstelligen. Zur Herbst,ausbesserung sollte immer 4 mehr an Material alszur FrühjahrSarbeit verbraucht werden, weil dasMaterial sich im Herbste fester als im Frühling, wotrockne Winde eintreten können, bindet. Die.jenigen Wegemeistcr also, welche diesem entgegenhandeln, sollen mit einer zwey monatlichen Be.soldungsentziehung bestraft, oder gänzlich entlassenwerden, so lange ihnen nämlich die Mittel zur Be.sireirung der Arbeiter nicht versagt sind.

Bey neuen Straßen soll der Wegemeistcr dar-auf halten, daß, ehe die Decklage nicht zusammen,gefahren ist, die Fuhrleute nicht ein und dasselbeGeleise einhalten, und die Einräumung der Ge-leise mit dem daraus ausgeworfenen Materialstäglich geschehe, als wozu die nöthigen Hülfs.arbelter anzustellen sind.