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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
Entstehung
Seite
330
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mit Material beschüttet werden. Wenn dieß wah-rend eines trocknen Sommers, oder bey anhal-tend trockner Witterung geschieht, so sollen diedarauf gelegten Kosten von dem Wegemacher, undnach Befund von dem Wegemeister, ja selbst vondem Inspektor ersezt werden. Es wird nämlichalsdann das Material unnützer Weise zu Staubzermalmet, woraus wieder Schlamm entsteht,mithin ist dasselbe verschleudert, dann ist es auchdem Zugvieh nachtheilig, weil es die Hufe undKlauen derselben verdirbt, und den Widerstandder Fuhrwerke vermehrt. In dieser lezten Hin-sicht sollen die Bergstraßen anfänglich nur zurHälfte des Fahrbettcs und mit dem möglichstkleinen Materiale beschüttet werden, die andernStraßen nur 8 bis »8 Schuh, je nachdem sieschmal oder breit sind. Endlich kann bey trock-ner Witterung die Straße von dem Kokh nichtanders als mit zcitversplitterndcr Arbeit gereinigtwerden, welches bey nasser Witterung leicht ge-schieht. Wird aber auf den harten Koch dasDeckmaterial geschüttet, und tritt dann nassesWetter ein, so wird jenes in die Höhe, d. i.auf die Straßenoberflache gefahren, und diesesin dem Schlamme, wie in einer Schmergclmasse,bald zerrieben. Es müssen daher blos die sehrtiefen Geleise und Schlaglöcher bey trockner Wit-terung eingefüllt, die weniger tiefen blos mit demvon den Rädern daraus geworfenen Material zu-gezogen werden. Ist dessen auf der Straße in