217
Anlegung bewlisserbarer Wiesen.
rung Hafer, englisches Raygras ( loliuni perenne , von dem Mailändern lo/essa genannt)und dann rothen Klee (^Bromiis mollis ) in das Feld *) worauf dasselbe mit einem schwe-ren Zylinder, borlone genannt , der aus Stein oder einem schweren Holzstück besteht,überfahren wird. Indem man diesen Zylinder durch die Zugthiere über jede Seite einesBeetes ziehen lässt, wird das Ganze vollkommen geebnet, wobei aber zu bemerken,dass die Arbeit, wenn der Boden nass ist, nicht vorgenommen werden soll, weil disSaat mit der Erde an dem Zylinder ankleben , auf solche Art viele Stellen unbesäet blei-ben würden, und man im Herbste neuerdings nachsäen müsste.
Die kleinen Abflussgräben wertlen zur Bequemlichkeit des Ackerns erst nach der Aus-saat angelegt; ihre Weite überschreitet nicht 6 Oncie (11 Zoll), ihre Tiefe 4 oder 5 On-Tab.n'c (7,5 oder 9,4 Zoll). Es müssen aber diese Abzugsgräben, welche in den Hauptabflussgra- 83.ben GH einmünden, so gemacht werden, dass der Zugang der Wägen, wie wir schonfrüher bemerkten, nicht erschwert sey.
Wer keinen Ueberfluss an W asser hat, oder wegen der zu grossen Ungleichheit de*Termins Schiitzbreler längs den Wassergräben, wie wir schon oben sagten, anbrachte,muss die Wiese auf die Fig. 13 dargestellte Art zurichten. Wenn also die Abflussgräbenausgehoben werden, so müssen gleichfalls schief durch die Wiese die Gräben cd, cd,reciapp genannt, hergestellt werden, damit das Wasser, nachdem es die obere Hälfteder Wiese benetzt hat, von neuem aus den obern Abflussgräben cc, cc in die unternWassergräben dd, dd gelange und von dort aus wieder den niedriger gelegenen Theil derW iese bewässere.
Wenn das Feld sich durch eine sehr grosse Strecke mit einer bedeutenden Neigungausdehnt, und die Beete zu lang würden, so kann man dasselbe in zwei oder mehr Ebe-nen theilen, und die Planirung so vorrichten, dass die Abflussgräben des obern Theilesin die Bewässerungsgräben des niederer liegenden einmünden, wie diess Fig. 14 dargestelltist. Die Abflussgräben ii in dem obern Theile der Wiese münden in gerader Richtung indie Bewässerungsgräben 11 der untern Wiese. Diese Einrichtung nennen die Mailänderft müschio e femmina.
Wer im Gegentheile Wasser in grosser Menge] besitzt, und nur wenig Wiesen hat,kann zur Erleichterung der Bewässerung (Fig. 15) gegen das Ende der höher gelegenen 45Wiese einen grossen Abflussgraben IL ausheben; dieser Graben nimmt dann alles Wasser,welches den obern Theil der Wiese bereits benetzt hat, auf, und dient zu gleicher Zeitals Bewässerungskanal für den untern Theil der Wiese.
§. 153 .
Die Fig. 13 bis 15 enthalten die gebräuchlichsten Arten, um bewässerbare Wiesen an-zulegen. Mit Bezug auf die bereits gegebenen Erklärungen sehen wir, dass (Fig. 13) das
*) Ist die letzte Ackerung beendigt, so wird sogleich Hafer gesaet, 1'/, slajo pr .Pertica, hierauf wirdder Grund geeggt, und englisches Raygras, zuletzt aber Klee gesäet. Von der lojessa reicht y, stajooder 10 Oncie Gewicht, da der Saame hievon sehr leicht ist, hin. Vom Klee werden beiläuflg 30Oncie oder ‘/ 16 stajo benöthigt. Dal moggio =8 stara — 2.,wi N. Oe. Metzen, 1 libbra grossavon 28 Oncie— l,36ii N. Oe. Pfund ist, so gibt diess für 1 N. Oe. Joch berechnet 3,s Metzen Hafer,
0,65 Metzen oder 4,3 englisches Raygras, und 0,iß Metzen oder 12,8 l tB Klee.
Blechanik. Band III» QQ