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Die Torfwirthschaft im Fichtelgebirge / von Heinrich Christoph Moser
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11
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gehören, welche im Fichtelgebirge bis zu einer Höhe vonZ000 Pariser Fuß über der Meeresflache gefunden wer-den. Der Torf wird darum in Lagern zu ro bis irFuß hoch auf großen Flachen angetroffen, ist aber meh-rentheils mit Holz versunken, welches den Torfstich aus«serordentlich erschwert- , Die eingesunkenen Holzarten be-stehen in Birken, Erlen und Fohren; die beiden erstenwerden gewöhnlich im verfaulten Zustande, das Fohren-holz aber, und besonders die Stöcke, noch in vollerBrauchbarkeit zu Brennholz vorgefunden. -Wo verfaul-tes Holz unter dem Torf vorkommt, hat letzterer keineHaltbarkeit und muß als unbrauchbar in den Torfgra-ben geworfen werden. Der beste Torf ist Derjenige,der in der Tiefe ohne Holz und Wurzeln gefunden wird.Die Oberfläche dieser Torfmoore ist mit einem starkenFilz von Sumpfheide, Trunkelbeerstrauchern und Torf-moose überzogen und mit struppigen Fohren- und Birken-holze bewachsen.

Die Fohren erreichen darauf nur die Starke ei-nes isbisao.Fuß hohen Stangenholzes und aus ihrembüschelförmig zusammenstehenden dicken und kurzen Na-deln, und aus der graubraunen mehr der Fichte glei-chenden Rinde, laßt sich mit Zuverlässigkeit auf unterste-henden Torf schließen. Der Untergrund des Torf-lagers besteht entweder aus Quarz und Granitsand oderaus weißem Wasserletten, und ist für jede Vegetation un-brauchbar. Alle Torfmoore im Fichtelgebirge sind mitwilden Quellen versehen und sehr wasserreich; doch ste-hen sie niemals unter Wasser. Durch die Entwässerungund Trockenlegung wird der Torf nach und nach inMoor erde verwandelt, und verliert dadurch seine brenn-