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Die Torfwirthschaft im Fichtelgebirge / von Heinrich Christoph Moser
Entstehung
Seite
143
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Xl.

D i e

Benutzung des Torfs zum Kalkbrennen.

der östlichen Seite vom Fichtelgebirge , sind zweischmale, beinahe parallell laufende Aal ist ein lagen vor-handen, wovon Las eine über Waltershof, Redwitz , Arz-berg bis Schiruding; das andere aber von Tröstau über Wunsiedel, Sinatengrün, Thiersheim , Stemas undKothigenbibersbach bis Hohenberg hinstreicht. Zur Be,Nutzung dieser beiden Kalksteinlager sind 24 Kalköfenvorhanden, zu deren Betrieb jährlich gegen drei tau-send Klafter Hol; erforderlich sind. Der Kalk wird4 bis 5 Stunden weit verfahren, und geht zum Theilnach Böhmen , wo derselbe nicht nur zum Bauen, sondernauch als Dünger auf den Feldern benutzt wird. Dieserfür die hiesige Gebirgsgegend bedeutende Erwerbszweig,wodurch ein Kapital von mehr als 2ü,ooo Gulden inUmlauf gesetzt wird, würde wegen der Nahe von Böh-men noch einer weit großem Ausdehnung fähig seyn,wenn nicht die von Jahren zu Jahren höher gestiegenenHolzpreife den Debit des Kalks auf den nothwendigstenBedarf beschränkt, und den Preis des Kalks in demGrad erhöht hatten, daß derselbe, jetzt nicht mehr alsDungmittei auf Feldern angewendet werden kann.