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Die Torfwirthschaft im Fichtelgebirge / von Heinrich Christoph Moser
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54
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zes zu vergleichen. In dieser Absicht habe ich mehrereVersuche mit aller Mühe und Sorgfalt vorgenommen,worüber ich vorerst die eingeschlagene Verfahrungsart,und alsdann die Resultate mittheilen will.

Zu den Versuchen nahm ich einen aus gutem Thongebrannten Hafen, welcher sechs Maas Wasser faßte, undließ diesen Hafen (Topf) in ein gemauertes Herdloch soeinsetzen, daß er iz Zoll über dem Schürloch und vierZoll über dem Herd erhöht stand. Das Feuer konntesowohl den Boden des Hafens als die Seitenwandedesselben vollkommen berühren. Das Schürloch war8 Zoll hoch und 6 Zoll breit, und mit einem eisernenRost versehen, unter welchem das Aschenwch angebrachtwar. Dem Schürloch gegenüber war ein Zugloch, dasan der Mauer gerade in die Höhe gieng. Der Hafenwurde hierauf mit s 4 Maas Wasser gefüllt, welches nachbaierischem Gewichte netto y Pfund und y Loth gewogenhatte. Das Wasser hatte 7 Grad Warme. Zu dem Ver«suche nahm ich zPfund vollkommen ausgetrockne-ten Torf von verschiedener Qualität, wovon der Cubic-fuß fester Torfmasse 21 Pfunde gewogen; mithin ist derCubicinhalt von z Pfund Torf zu 246 Cubiczoll mit vol-ler Wahrscheinlichkeit anzunehmen. Mehr als z PfundTorf durfte ich auf einmal nicht anbrennen, weil ich sonsterwarten mußte, daß das Wasser im Hafen den Sied-punct erreichte, und alle Gradmessung der Warme einEnde genommen haben würde. Ueberdieß war auch dasSchürloch von der Größe, daß nicht vielmehr als dreiPfund Torf auf einmal hineingeschürt werden konnte.Die Torfstücke waren 10 bis 12 Zoll lang, und wurdengerade unterhalb dem Hafen angebrennt.