ihrer chemischen Untersuchung aufgemuntert, habe ich imJahr 1820 auch Versuche, mit Torfkohlen Eisenstein zuschmelzen, unternommen, und diese Versuche find um somerkwürdiger, als durch solche die Meinung berühmterSchriftsteller widerlegt, und das allgemeine Vorurtheklgegen die Torfkohlenbenutzung bei allen hierlandischenHammerwerksbesitzern besiegt wurde. Uebrigens würdediese Schmelzprobe mit Torfkohlen wahrscheinlich einnoch weit günstigeres Resultat geliefert haben, wenn ei,nestheils der Hochofenmeister und seine Arbeitsleute mei-nem Unternehmen nicht gänzlich entgegen gewesen, an-derntheils aber beim Hochofen ein größeres Balg - oderCylindergebläse vorhanden gewesen wäre.
Inzwischen mag dieser im Königreich Baiern mitTorfkohlen unternommene erste Schmelzversuch, wel-cher nur durch das rege gemachte Ehrgefühl des HerrnHammerbesitzsrs Wachter zu Neuenhammer und durchmein festes Vertrauen auf die Ausführbarkeit der Sacheunternommen werden konnte, hinreichend seyn, um zubeweisen, daß die Torfkohlen zum Eisensteinschmelzen aufHochöfen mit größerm Vortheil als die Holzkohlen ange-wendet werden können.
Zur sachgemäßen Prüfung und Beurtheilung diesesSchmelzvsrsuchs muß vorläufig bemerkt werden, daß derdazu gewählte Hochofen des Herrn HammerbesitzersWächter zu Neuenhammer bei Weißenstadt eine Schacht-höhe von beiläufig 24 Fuß enthalt, und aus einem ge-wöhnlichen Balggebläse besteht. Wenn auf diesem Ofenin einer Schmelzwoche mit 84 Gichten iro bis iz6 Cent-