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Die Torfwirthschaft im Fichtelgebirge / von Heinrich Christoph Moser
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150
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Lendtgsten Luftzug und ein geschlossenes, mehr concentrir«tes Feuer, als beim Holze hervorbringt, um eine größereWirkung als das Holz in einen gleichen Zeitraum zu lei-sten Darauf gründet sich die ganze Theorie der aufTorffeuerung eingerichteten Kalköfen.

Um diesen Luftzug zu befördern, müssen auch dieKalksteine im Ofen mit so vielen Zwischsnrauryen einge-setzt werden, als die Natur derselben gestattet, damit dieGluth durch die Steine getrieben werde. Die stärkstenSteine sind im untern Theil und die kleinern im obernRaum des Ofens einzusetzen.

Ein neuerbauter Kalkofen darf nicht eher inBetrieb gesetzt werden, bis derselbe vollkommen ausge-trocknet ist. Wenn man glaubt, daß ihn die Luft hin-längiich ausgetrocknet hübe, so muß ex doch noch vorherdrei- bis viermal, und jedesmal mit etwas steigendemFeuergrads ausgewärmt werden, damit beim erstenBrande aste schädlichen Risse im Mauerwerk des Ofensvermieden werden.

Beim Kalkbrennen unterscheidet man in der Feuerung t

1) das Schmauchfeuer

2) das Nothglühfeuerz) das Weißglühfeuer4) das Garfeuer.

Das Schmauchfeuer ist nichts anders, als eine Ab,hampfung her in den Kalksteinen enthaltenen Feuchtigkei-ten, daher muß die HeitzWg im Ofen unter einer sehrmasigen Feuerung angefangen, und so lange fortgesetztwerden, bis alle Feuchtigkeiten aus dem Kalkstein ent-fernt worden sind. Hierauf wird die Feuerung verstärkt.