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Erstes Kapitel.
Von den Gefäßen und Werkzeugen- die zutFärbekunst nöthig sind.
^^ie Werkstatt eines Färbers muß erstlich atteinem geraumen, bedeckten, aber wohl er-leuchteten Ort, und so nahe als möglich am flie-ßenden Wasser angeleget werden: denn diesesletztere ist, sowol die Wolle, welche man färbenwill, vorzubereiten, als sie, nachdem sie gefärbtworden ist, auszuspülen, höchst nöthig, DerVöden der Werkstatt muß auch mit Kalk undAestrich geschlagen seyn, und es müssen sich inselbigem Vertiefungen befinden, die gesenkt genugsind, daß das Wasser und die alten Farbebrühen,die man in Menge dahin schüttet, leicht undbald ablaufen.
An einem Orte 8 oder isFuß von den Kesselnseht man, um mehrerer Bequemlichkeit willen,zwo oder mehrere Küpen für das Blaue, nachder Menge von Arbeit, die man verfertigen will.Diese Küpen heißen Luesües, oder Waidküpen,und das ist der wichtigste Punkt beym Farben.Das Schwerste bey dieser Kunst kommt daraufan, eine Waidküpe wohl anzustellen und zu er-hitzen, das ist, sie recht zuzubereiten und zu re-gieren, bis sie im Stande ist, die blaue Farbezu geben.
Diese Arten von Küpen haben zehn bis zwölfFuß im Durchmesser, und sechs bis sieben Fuß
Höhe.