Von den Gefäßen und Werkzeugen rc. 5
Höhe. Sie bestehen aus Dauben von 6 ZollBreite und r Zoll Dicke, und sind von z zuz Fuß mit eisernen Reifen wohl verwahret.Wenn ste verfertiget sind, gräbt man sie in dieErde ein, daß sie nur drey und einen halben,oder höchstens vier Fuß hervorragen, damit derArbeiter die Wolle und die Zeuge darinnen be-quemer Handthieren kann; dieses geschieht mitkleinen doppelten Haken, die an einem Stielevon gehöriger Lange befestiget sind, welcher sichnach der Weite der Küpe richtet. Der Bodendieser Küpe ist nicht von Holz, sondern vonKalkLn Aestrich geschlagen, welches indeß nicht noth-wendig ist, und nur wegen der Große derselbengeschieht, weil ein so großer Boden von Holzschwerlich so viel Last, als die Küpe fassen soll,tragen würde.
Will man in dieser Küpe Wolle oder Zeugblau färben, und sie ist so, wie ich im viertenKapitel lehren werde, zubereitet worden, so setztman in selbige einen eisernen Reifen, der inn-wendig mit einem Netze von Seilen versehen ist,wo die Zwischenräume der Seile 8 bis ro Linienlns Gevierte haben. Die französischen Färbernennen diese Reife eine LbampaAne, (*) und erdient, zu verhindern, daß die Wolle oder dieZeuge nicht auf den Boden der Küpe fallen, undsich mit dem Teige oder Mark, das daselbst liegt,vermengen. Man erhält ihn deswegen, vermik-A z telsi
(*) — in der Terminologie der deutschen
Färber heißet dieser gegitterter Reis ein Trift.