8 Von den Gefäßen und Werkzeugen,
wenn das Feuer unmittelbar unter der KüpeBoden wäre. Eben diese Vorsichtigkeit aebrau-cher man bey den Waidküpcn nach holländischerArr, davon ich in der Folge reden werde. NochÜberdicß muß man e.chc haben, daß das FeuerNicht zu plötzlich erstickt wird. Dicstrwegen wirdeine eiserne oder irdene Röhre gelegt, die vonder Höhlung, wo sich die Kohlen befinden, bisüber die Küpe herauf geht. Man befestigt sie,um mehrerer Bequemlichkeit willen, langst derM.'uer, an welcher die Küpe ordentlich ruht.Die Küpe zu richten, bedient man sich ordentlichdes he.lbkraisförmigcn BrctS, das vorhin beyder Wai'dküpe ist beschrieben worden, nur daßes hier kleiner ist; man kann auch den vorer«Wähnten Reifen mit dem Netze hinein hängen,aber das ist nicht allzu gewöhnlich, weil manordentlich nur Gcbünde Wolle oder Seide dar«innen färbt, die man aus Furcht, sie zu ver-mengen, nicht ganz fahren läßt, und die folglichnicht tief genug in die Küpe hinunter kommt,daß sie das, was auf dem Boden liegt, berührenkönne, worzu sie nicht lang genug sind.
Zuvor habe ich bemerkt, daß man eine Waid-küpe im Kleinen anstellen kann. Noch leichterjsis, eine von Indigo, so klein als man will, zumachen, und es liegt alsdcnn sehr wenig an derGestalt des Gefäßes. Ich habe eine von vierPinken in einem Kolben von Hellem Glase, undeine nur von einer Chopine in einem Kölbchen ge-macht. Wenn ich von der Indigoküpe redenwerde, will ich die nöthigste Sorgfalt, sie an-zustellen, mittheilen. Außer