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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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die zur Farbekunst nöthig sind. 9

Außer dieser Küpe muß man auch verschiedeneKessel von mancherley Größe haben, nachdemman auf einmal viel oder wenig machen will.Man kann sie von Kupfer oder Messing machenlassen, aber das Kupfer ist besser, weil es nichtso leicht fleckt, wenn es von der Wolle oder demZeuge berührt wird, oder wenn solches eine Zeitsang darinnen bleibet-

Es ist auch gut, einen Kessel von feinem Zinnfür den Scharlach zu haben, weil die gesponneneWolle oder die Zeuge nie darinnen flecken, daman dieses bey den kupfernen Kesseln zu befürch.kcn Hak Die Färber, welche sich der letztem beydem Scharlachfarbcn bedienen, brauchen dieVorsichtigkeit, ein Netz von Bindfaden, odereinen großen weirlöcherichten Korb von geschältenWeiden hinein zu hangen, damit der Zeug dasKupfer nicht berühret, weil der Korb oder dasNetz enger, als der Kessel sind, und folglichzwischen beyden ein großer Raum bleibt; demohngeachtet bilden sich doch viele ein, der Schar,lach bekomme nicht so viel Glanz und Lebhaftigkeitin kupfernen Kesseln, als in zinnernen. (*) ImKapitel vom Scharlach werde ich davon reden.

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(*) Kupferne Kessel dürfen zum Scharlachfärben durchausnicht angewendet werden; eS ist diese« in verschiedenerRücksicht nachtheilig — eS wird nicht allein die darbe»nöthige Kinnaufiösung --ersehet und der Farbenbrüheen tzoqen, sondern eS entstehet bey dieser Zersetzung aucheine neue Auflösung des Kupfers, weiche Auflösung, durchdie Vermischung, der Scharlachfarbe sehr nachtheiligwird. Zinnerne oder wenigstens verzinnte Kessel sinddaher» unumgänglich nöthig.