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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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Seite
12
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ir Von den Gefäßen imd Werkzeugen,

wickelt das Ende von einem Stücke Zeug aufdiese Welle, und drehet sie schnell herum, da siedenn nach und nach alle Theile des Zeuges übersich zieht; man dreht sie nachgehendes widersinnig;man wickelt das andere Ende des Zeuges zuerstauf, und fähret allezeit so fort, da denn derZeug so gleichförmig als möglich gefärbet wird.Ist das Stück Zeug lang genug, oder will manverschiedene mit einer Farbe färhen, so nähetman die beyden Enden zusammen, daß eine Artvon Ringe daraus wird, steckt die Welle da-durch, legt sie auf die Gabeln, und dreht siebeschriebener Maaßen herum.

Ist das, was man färben will, nur abge-fchorne Wolle, die gefärbt werden soll, ehe mansie weiter verarbeitet, so hat man wie eine breitehölzerne Leiter, so lang, als der Kessel weit ist,und die Sprossen sehr nahe beysammen. Aufdiese Leiter oder Bahre, die über den Kessel ge,legt wird, thut Man die Wolle, daß sie abtroft,ausduft, oder in eine andere Brühe gebrachtwird. Es ist nicht nöthig, zu erwähnen, wiesorgfältig man darauf zu sehen hat, daß dieseLeiter, das Drchwcrk rc. alles recht rein ist, undwohl gewaschen wird. ' Mit den Kesseln und al-len Färbe. Werkzeugen verhält es sich eben so.Man würde fast alle Augenblicke Flecke machen,oder den Glanz der Farbe durch Beymischungder verschiedenen Materien, die da hinein kämen,verderben. Bey allen Verrichtungen dieser Kunstlassen sich nicht zu viel Erinnerungen wegen derReinlichkeit geben.

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