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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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Don der kalten Indigküpe ohne Harn. 99

ßer Farbcrcycn diesen beyden Indigküpen mitHarne vor, weil man mit gutem Waid und ei-nen erfahrnen Waldarbeiter allemal mehr fertigmacht, als mit allen andern Blauküpcn. Ichbeschreibe auch hier die Indigküpen nicht, um siein die großen Manufakturen einzuführen, son-dern den Arbeitern in kleinen Fabriken die Sachezu erleichtern, da ich wünschte, dieses Werkmöchte ihnen wie den andern dienen. Hier willich auch für diejenigen, welche die kleinen Zeugeverfertigen, dazu Zwirn und Baumwolle kömmt,eine kalte Küpe beschreiben , die sehr gut von stak-ten geht, eine feste Farbe giebt, aber zur Wollenicht dienlich ist.

Neuntes Kapitel.

Kalte Indigküpe ohne Harn.

Roucn und einigen französischen Städtenbraucht man eine kalte Indigküpe, welchevon der ersten des vorhergehenden Kapitels un-terschieden ist, und darum noch mehr Begucm-lichkeit giebt, da sie viel geschwinder zu Srandekömmt, und nicht übel riechet. Sie wird fol-gendermaßen zugerichtet:

Man laßt in einem glaßirten irdenen Gefäßedrey Pfund wohl gepulverten Indig in dreyMaaß (ckogines) starker Scifcußedcrlauge zer-gehen; diese starke Lauge wird aus Sonde und

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