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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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iOO Vonder kalten Indigküpe ohne Harn.

lebendigen Kalk verfertiget. Mit aufgelösterPotasche ist es mir ebenfalls sehr wohl gelungen.Es braucht ohngefähr 24 Stunden, ehe sich derIndiz auflöset; und daß solches geschehen ist,erkennet man daraus, daß der Indiz in derFeuchtigkeit hangen bleibet, wodurch sie so dickewird, als ein Exrract- Zugleich werden in einander Gefäße z Pfund gelöschter und gesiebterKalk mit 6 Pinten Wasser gethan, welches maneine Viertelstunde lang kochen laßt; und nach-dem es eine Zeit lang geruhet hat, gießt mandas Klare durch Neigen ab. Alsdcnn läßt manin diesem Kalkwasser z Pfund grünes Kupfer»wasser zergehen, und alsdenn alles bis den fol»genden Tag ruhen. Darnach thut man zooPinten Wasser in eine große Tonne von Weiden,(jedes andere Holz, als Weidcnholz, schickt sichnicht darzu, weil es die Farbe schwarz machenund verderben würde, besonders Eichenholz,)und alsdenn gieße man die beyden Auflösungenhinein, die man den Abend zuvor gemacht hatte;man rührt die Küpe wohl auf, und läßt sie ru-hen. Ich habe gesehen, daß sie bisweilen inzwo Stunden darauf zur Farbe kommen ist; aufsspäteste geschieht es unausbleiblich den folgendenMorgen. Sie macht viel Schaum, und dasBad nimmt eine schöne grüne Farbe an, die aberetwas gelblicher ist, als das Grüne der ordentli-chen Küpe.

Wenn diese Küpe anfängt, sich zu verzehren,so erfrischet man sie wieder, ohne neuen Indizhinein zuthun, indem man nur eine kleine Brühe

aus