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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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101
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Von der kalten Indkgküpe ohne Harn. ror

aus r Pfunden grünem Vitriol macht/ die in ei-ner zulänglichen Menge Kalkwasser aufgelösetfind. Wenn aber alle Farbe des Jndigs ver-braucht ist, thut man neuen hinein, den man ineiner Lauge, wie vorbeschriebene, aufgelöset hat-Es ist leicht zu urtheilen, daß man für mehroder weniger Jndig nur die Menge der andernJngredientien vermehren oder vermindern darf.

Eiftnwsfser.

Einige Färber thun in diese Küpe ein wenigEisenwafser. Dieß ist ein Mengsel aus Eßigund Wasser, darinnen man alte Nägel oder an-dere Stücken Eisen hat rosten lassen. Die Farbesoll davon noch dauerhafter werden, aber ich ha-be durch Versuche befunden, daß sie schon ohnedas dauerhaft genug ist, so gut, als die andernblauen Farben, deren Bereitung ich zuvor geleh-rer habe.

Das erstemal, als ich diese Küpe bewerkstel-ligte, machte ich sie nach einem Recepte, dasmir von Rouen geschickt worden war. Die starkeScifensiederlauge (!' eau körte 6s la lelftue 6es8avc>niers ) ward daselbst schlechtweg eau körtegenannt: weil ich dieses von Scheidewasseeverstand, so urtheilte ich, es stecke ein Jtthumoder eine Boßhcit darunter; wie es indeß nichtallezeit billig ist, eine Sache zu läugnen, eheman sie versucht hat, so nahm ich das Scheide-wasser , und es begab sich Folgendes:

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