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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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142
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142 Von der Art, blau zu färben.

in welche man den Waid, der zerquetschet wer-den soll, hineinthut. Herr Astruc har die Figursiechen lassen.

Wenn die Blätter darunter wohl zerquetschetund zu einem feinen Teige gemacht sind, wirdsolcher in dem leeren Platze der Mühle oder außenin freyer Luft in Klumpen aufgehäuft; man trittalsdenn den Teig mir den Füßen, und knetet ihnmit den Händen, schlägt ihn, und macht ihnobcnher mit einer Schaufel eben. Dieses beißtlVaid in AllMipen (kalke! en pile )

Es entstehet alsdenn außen eine Rinde, dieschwärzlichk wird, und wenn sie sich offner, schließtman sie wieder mit viel Sorgfalt zu, sonst wür-de der Waid von der Luft verderben, und in denRitzen würden kleine Würmchen entstehen, dieihn zu Grunde richteten.

Nach vicrzehcn Tagen öffnet man den Waidvon neuem, reibt ihn zwischen den Händen klein,und mengt die Rinde und das Innere unter ein-ander; bisweilen muß man die Rinde mit Ge-walt zerschlagen, damit man sie klein genug ma-chen kann.

Aus diesem Teige werden nachgehcnds kleineLaiber oder runde Klümpchen gemacht, die nachden Verordnungen fünf Viercheilc, poiäs äslable, halten sollen. Man drückt diese Klum-pen bey ihrer Verfertigung dichte zusammen, undgiebt sie nachdem einem andern, der sie in einerhölzernen Mulde von neuem druckt, an beydengegenüber stehenden Enden ausziehet, länglichrund macht, und wohl vereiniget. Endlich giebt

man