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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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156
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156 VomKermes,

wärks zu versenden, breiten ihn auf Tücher aus,und besprengen ihn mit Essig, um die Wurm»chen z» reden, die sich darinnen befinden, undein rorhes Pulver verursachen, das man beson-ders in Spanien von der Schale, nachdem mansie hat trocknen lassen, vermittelst DurchsiebcnSabsondert. Alsdenn macht man große Ballen,und thut in leden in die Mitte etwas von diesemPulver in einen ledernen Sack, nach dem Ver-hältnisse der Menge, welche alles zusammen ge-geben hat, damit ein jeder von den Käufern sei-nes Antheil von diesem Pulver bekomme. Or-dentlich werden diese Ballen nach Marseille ge-schickt, von da gehen sie in die Levante, vornäm-lich nach Algier und Tunis, wo man diese Farbesehr gebrauchen soll.

Die rothe Farbe in den Bildern auf den al-ten Tapezcreycn von Brüssel und andern Flan-drischen Manufacturen find solchcrsia.lt gefärbt,und ihre Farbe hat auf einigen in roa Jahrennichts von der Lebhaftigkeit vcrlohren. DieseArt von Scharlach, welche man itzo nur beyWolle, die zu Tapezereycn bestimmet ist, ge-brauchet, wird folgcndcrgestalt verfertiget.

Brühen der wolle.

Zuerst brühet man die Wolle, das ist, manthut zu ro Pfund Wolle (denn so viel habe ickauf einmal färben gesehen) einen halben ScheffelKlcycn in einen Kessel mit so viel Wasser, daßdie ro Pfund Wolle wohl durchnetzr werden.

Darinne