oder Venetianischen Scharlach. iz>-
Darinne läßt man sie eine halbe Stunde kochen,und bewegt sie von Zeit zu Zeit, worauf mansie heraus nimmt und ausrröpfcln läßt. Es istgut, ein für allemal zu bemerken, daß man,wenn gesponnene Wolle gefärbt wird, in jedesPack, das ordentlich ein Pfund ist, einen Stabstecket, und denselben die ganze Arbeit durch dar-innen läßet, damit sich die Packe nicht mitein-ander verwirren. Eben dieses erleichtert auch dasUmwenden der Wolle, und man kann leichte je-den Theil des Bündels nach dem andern in dieFarbe tauchen, damit sich alles durchaus gleichfärbt. In dieser Absicht hebt man das Packmit dem Stäbe auf, und ziehet es halb aus demKessel, hält den Stab in einer Hand, nimmtden Theil des Bundes, der auf ihm liegt, indie andere, und dreht ihn zu uutcrst, daß ernunmehr zuerst in den Kessel kömmt. Ist dieWolle zu heiß, daß man sich zu verbrennen fürch.tet, kann man eben das mit zween Stäben thun.Dieses muß recht sehr ofte geschehen, weil dar-auf die Gleichheit der Farbe ankömmt. Solldie Wolle, nachdem sie besagtermaßen ist gebrü-het worden, auströpfcln, so legt man die beydenEnden des Stabes, der in dem Packe steckt, auszwo Stangen, die, wie ich vorhin gesagt habe,in der Mauer über dem Kessel befestiget sind.
Neue Brühe.
Wenn die Wolle solchergestalt gebrühct ist,und auötröpfclt, gießt man das Wasser aus dem
Kessel