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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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173
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Vom Cochenill-Scharlache. 17z

Die Cochenille, welche diese schöne Farbe gicbk,und die man r^eskegue oder Tcsiulle nennt, istein Inseck, welches in Mexico häufig gcsammlctwird. Die Indianer und die Spanier, welchenur noch kleine Guter daselbst haben, beschäfti-gen sich, es von der Pflanze, die es nährt, vorder Regenzeit einzusammlcn. Sie lassen alles,was sie davon verkaufen wollen, sterben und trock-nen, und heben die übrigen lzur Zucht auf, nach.dem die schlimme Zeit vorbey ist. Es nähret undmehret sich auf einer Art derstachlichenDpuntia,welche man Nopa! nennt; es hält sich in einemtrocknen Ort ganze Jahrhunderte, ohne zu ver-derben, und ich habe einen kleinen Theil, denman von Amsterdam mit den gehörigen Beweiseneines izojährigcn Alters gesandt hat, obwohlalles noch so unverletzt ist, als wenn es nur itzovon Vera Crux käme, und beym Farben ebendas thut, was neue Cochenille verrichtet. (*)

Die

färben, zum großen Nutzen ihrer Manufaktur, von einemHolländer, Nahmens Glück, erlernet- Der eigentlicheErfinder dieser Farbe war gleichfals ein Holländer, undhies Drebel. Vorher» halte man blos Alaun zur Beizeangewendet, wo man zwar auch eine dauerhafte Farbeerhielt, die aber das schöne Noth nicht besaß, sondernnurCarmosin oder Amarankhfarbig war

(*) Die Cochenille ist eine kleine Schildlaus, welche sich aufder Cochenillen-Öpuntia (Lakm«- Lockeiiillcker, aufhält.— Es giebt 2Arten diese« Insekt«: die wilde ist kleinerund armer an Farbenkheilen, man glaubt aber- daß dieFarbe davon viel fester sey — die feine oder Hausco-chenille erhält von den Indianern gewisse Wartung; sie

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