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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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175
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Vom Cochenill-Scharlache. 17z

fälle vermindern den Preist gewaltig, denn dasMecrsalz macht die Farbe der Cochenille röthlichk,daß sie nur zu Purpur, und noch nicht zu dem schön-sten dienen kann. Es fand sich indeß jemandI7Z5, welcher das Geheimniß besaß, sie zumScharlach fast eben so gut, als die feinste, an«zuwenden. Es ist nicht schwer zu entdecken, aberman muß demjenigen, der es besihet, den Vor-theil nicht entziehen, den er in einem Falle, woman es braucht, davon erhalten kann.

Jeder Färber hat ein besonder Recept zumScharlachmachen, und jeder zieht seines allenandern vor; indeß beruhet der glückliche Gebrauchdesselben gänzlich ausser Wahl der Cochenille,des Wassers, das man zum Färben angewendet,und der Art, die Auflösung des Zinnes zu berei-ten, welche die Färber Scharlachcompojmonnennen.

Vermöge dieser Composikion giebt man derCochenillfarbe den lebhaften feurigen Glanz, ohnediese Saure würde sie natürlich Carmoisi seyn.Ich will also hier die Zubereitung beschreiben,die mir am besten gelungen ist.

Scharlachcomposition.

Ich nehme 8 Unzen Salpetergcist, der alle»zeit reiner ist, als der gemeine, der, weil er we-niger kostet, von den Färbern ordentlich gebrau-chet wird. Ich versichere mich auf die bey denChymisten bekannte Arten, daß es keine Vitri-olsäure enthält. Dieses Salpetersäure schwäche