Vom Cochenill-Scharlache. 179
nach ihrem Auöfpruch einerley ist, obwohl dieletztere Art sicherlich den Vorzug verdienet. An-dere schütten Wasser und Aguafort vermengt überSalmiak und Zinn, andere beobachten andereVerhältnisse.
Den Tag nach Zubereitung der Compositionmacht man die Brühe für den Scharlach, wel«che derjenigen, die ich im vorigen Kapitel beschrie-ben habe, nicht ähnlich ist. Ich richte sie so zu rFür ein Pfund gesponnene Wolle z. E. thut manin einen Kessel ro Pinten sehr klares Wasser,das aus einem Flusse, und nicht aus einem Brun-nen oder einer zu harten Quelle, seyn muß.Wenn es ein wenig mehr, als laulicht ist, thutman zwo Unzen Lremor lartari zght gcpülverthinein, nebst anderchalben Gros gepulverterund gesiebter Cochenille. Das Feuer wird etwasverstärkt, und wenn es am Kochen ist, schüttetman zwo Unzen Composition hinein. DieseSäure verändert die Farbe des Bades augen-blicklich aus Cramdisi in Puls - oder Blutfarbe.So bald es kocht, taucht man die Wolle hinein,die zuvor in warmes Wasser ist getunket und auörgcdrücket worden; man bewegtste unabläßig inder Brühe etwa anderthalb Stunden hin und her,worauf man sie heraus nimmt, gelinde ausdrückt,und im frischen Wasser wascht. Wenn die Wolleaus dieser Brühe kömmt, hat sie eine ziemlichlebhafte Mischfarbe, oder auct, eine Farbe, dieeine Schatrirpng tiefer ist , nachdem die Coche-nille gut, und die Composition stark ist. DieFarbe der Brühe ist alsdenn völlig in die WolleM » gegangen,