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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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180
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i8o Vom Cochenill - Scharlache.

gegangen, so, daß die Brühe so helle wird wiereines Wasser. Dieß heißt man die Scharlach,brühe, und dieß ist die erste Zurichtung, die manvornehmen muß, ehe man färbet. Sie ist un-umgänglich nothwendig, sonst würde die Coche-nille nicht anhalten.

Das Rothfärben.

Alles nun zu vollenden, macht man eine neueBrühe von klarem Wasser: denn es ist beymScharlache ungemcin viel an der Reinigkeit desWassers gelegen. Zugleich thut man auch einehalbe Unze Stärkmehl hinein, und wenn dieBrühe etwas mehr als laulicht ist, mengt mansechs und einen halben Gros gepulverte und gc.siebte Cochenille darunter. Ein wenig eher, alsdie Brühe zu kochen anfängt, gießt man zwoUnzen Composttion hinein, die Brühe verändertihre Farbe, wie das erstemal. Man läßt sie ein.mal überwallen, und thut alsdcnn die Wolle inden Kessel, wo man sie beständig, wie das erste,mal, herum bewegt, und anderrhalbe Stundekochen läßt, alsdenn heraus nimmt, ausdrucktund am Flusse wascht; solchergestalt ist derScharlach vollkommen.

Eine Unze Cochenille ist für ein Pfund Wol.te genug, daß sie schön und stark genug gefärbtwird, wenn man sich nur bey der Arbeit gehörigin acht nimmt, wie ich beschrieben habe, undkeine Farbe in der Brühe zurücke bleibt. Wollteman sie aber von der Cochenille noch dunkler ha.

den;