;8r Vom Cochemll - Scharlache.
Ist die Composikion schwach, und thut mannicht soviel, als ich angezeigt habe, hinein, sowird der Scharlach etwas dunkler und stärkerwerden: nimmt man gcgentheils mehr, so wirder mehr Qrangefarbe, und bekomme mehr Feuer.Man kann, ihm diese Schattirung zu geben,nachgehendes etwas von der Composttion hinzusehen, wenn man findet, daß die Farbe in derBrühe zu dunkel ist. Will man aber diese Com-Position in die Brühe thun, so muß man dieWolle heraus ziehen, und die Composikion imKessel wohl uljtereinandcr mengen. Denn wennsie einen Theil der Wolle berührte, ehe sie mit demandern vermengt würde, würde sie Flecken machen.Findet man gcgentheils den Scharlach zu feurig,so darf man ihn nur durch eine Brühe von war-men Wasser ziehen, dieses macht ihn ein wenigdunkler, und vermindert seinen orangcnartigcnGlanz. Wenn man es noch zu viel findet, mußman in die Brühe von heißem Wasser noch rö-mischen Alaun thun.
Will man gewebte Wolle von allen denSchattirungcn, die vom Scharlache abstammen,haben, so muß man nur etwa halb so viel Co-chenille und Composikion nehmen, als man fürden vollkommen Scharlach brauchte. Man ver-mindert den Lrenror ll'artari in der Brühe nacheben der Verhältniß, theilet die Wslle in so vielBündel, als man Schattirungcn machen will,
und
sättigen. — Das gewöhnliche kaiifbare Scheidewasserwird von der Hälfte, das kärkste aber von Laugen«falz gesatri'get werden.