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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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183
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Vom CocheM- Scharlache. iFz

und worin die Brühe fertig ist, thut man zuerstdie Wolle hinein, welcl-e am hellesten gefärbtseyn soll, und lässet solche nur kurze Zeit darin,neu, darauf diejenige, die etwas stärker gefärbtseyn soll, welche auch längereZeit darinnen bleibt,und so fähret man fort bis zur dunkelsten, wor,auf man die Wolle wäscht, und die Brühe, strvollkommen zu färben, fertig macht. Wenn dieseim Stande ist, zu färben, thut man alle jene zu-vor gcbrühctcn Schattirungen eine nach der an-dern hinein; der Anfang wird wieder bey-der hel-lcstcn gemacht: bemerkte man eine, die nicht dpmkel genug wäre,, daß solches in der- Reihe derSchattirungen einen Abschnitt ( u» drenclaunt:)machte, so thäte man sie wieder in die Brühe.Das Auge urtheilet sehr leichte von dieser stufen-wciße gehenden Veränderung in den Schattirun-gen, und man braucht nur ein wenig Uebung,sie gehörig zu ordnen. (*)

M4 Noch

(*) Ein Absud- der Cochenille ohne weitere Zuthat ist Ru«binrvth, etwas bitter und zusammenziehend. Beynahealle salzige Substanzen fällen den durchgeseihten Ab-sud , und der Niederschlag fällt folgendermasen aus:Ein wenig Zinnauflösung giebt das höchste Scharlach-roth, und wenn man viel Wasser hinzu gießt, wirddie Flüssigkeit fast Farbenlos, von allen Säuren entste-het eine hohe Nöthe, ein kleiner Theil- giebt eine hoheFencrfaibe, ein großer aber verzehret sie fast gänzlich—7Vitrivlsäure mit Eisen beladen verändert den Nieder-schlag ins Rvsenrotbe, die Laugensalze aber inS Blaue,der nach) emigea T.aaen sich. inS, Rothgeibe neiget,—von den Auflösungen des Salmiaks, des Salpeters, desKochsalzes und Alauns wird er Heller, vom grünen Vi-triole