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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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185
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Dom Cochenill - Scharlache. 185

Netze, der andere von Zinn war. Ich habe dieCochenille, die Composikion, und alle andereZuthaten so genau, als möglich, gewogen, als«denn sie vollkommen einerley Zeir kochen lassen;kurz, ich brauchte alle mögliche «Sorgfalt, daß beybeyden durchgängig auf einerley Art verfahrenwürde, damit der Unterschied, wenn sied einer er-eignete, völlig von den Kesseln herrühren müßte.Nach der ersten Brühe waren beyde Sticke Tucheinander vollkommen ähnlich, nur daß Sasjemge,das in dem zinnernen Kessel war gebrühck worden,etwas mehr ungleich gefärbt war, und narmorirtaussähe, vermuthlich weil diese beyden Ellen Tuchin der Mühle vielleicht weniger waren mögerun-gen worden, als die andern beyden. Ich färbtemeine beyden Ellen Tuch vollends, jetes in demKessel, darinnen eö war angefangen werden, undsie wurden beyde sehr schön. Man erkennt indeßleichte, daß dasjenige, welches im zinnemenKesselwar gefärbt worden, etwas mehr Feuer hatte, alsdas aus dem küpferncn Kessel, dessen Glanz etwasmatter war. Man hätte beyde leich-e zu einerSchattirung bringen können, aber drhin giengdamals meine Absicht nicht. Hieraus würde fol-gen, daß man auch bey den küpferncn Kesselnein wenig wehr Composikion nehmen müsse, alsbey den zinnernen. Je mehr man aber Compo-sition nimmt, desto rauher fühlt sich des Tuch an.Diesen Fehler zu verbessern, nehmen die Färber,welche küpfcrne Kessel brauchen, etwas terra me-rita, welche Zuthat falsche Farbe giebt, und denSchönfärbern verboten ist; aber sie vcrschaft dem

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