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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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186
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ig6 Vom Cochenill - Scharlache.

Scharlache die Schattirung, die itzo Mode ist,nämlich den feurigen Glanz, den das Auge kaumzu ertragen vermag. Man erkennet diese Verfäl-schung leichte, wenn man einigen Ärgwohn des-wegen hat. Man darf nur eine kleine Probe vomTuche mir einer Scheere abschneiden, und denSchnitt betrachten, der schön weiß seyn wird,wenn keine terra merita dabey ist, aber gelb, wennsich welche dabey befindet. Der schnitt bedeu-tet bey dem Färben das Innere oder das Dichtestevon dem Gewebe des Tuches. Wenn dieses dich-teste Gewebe von eben der Farbe gefärbt ist, diesich oben auf dem Tuche befindet, so sagt man, dieFarbe Hebe durch (la conleur trancbc?). DasGegentheil befindet sich, wenn dieses Mittel weißist. Der ächte Scharlach gehet nie durch; ichheiße ihn ächt, weil der andere falsche, beydem sich die tsrra lnerita befindet, die man auchEurcumn nennt, sich leichter an der Luft ändert,als jener. Wie aber der Geschmack bey den Far-ben sich sehr ändert, itzo die lebhaften ScharlacheMode sind, und. der Käufer verlangt, daß sieeinen gclblichtcn Glanz haben sollen, so ist esbesser, den Gebrauch der terra merita zu dulden,ob sie gleich falsche Farbe giebt, als zu vicl Com-Position nehmen zu lassen, damit man den Schar-lach auf diese Schattirung bringe. Weil in demletz-tenFalle der Scharlach dadurch verändert wird, undüber dieses desto leichter vom Kothe fleckt, je mehrCompssilion er hat, weil solche ein Saures ist, undfolglich die Fasern der Wolle angreift und sprödemacht, daher der Zeug leichter reißt. Uebcrdieß muß

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